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Wegweiser bei Kamqua am Auob von Mata-Mata kommend

KTP zwischen Mata-Mata und Nossob Rest Camp

Der Grenzübergang bei Mata-Mata ist für Gäste aus Namibia kommend das ideale Gate, um in den Kgalagadi Transfrontier Park im südafrikanischen Teil der Kalahari einzureisen. Allerdings erfolgt keine Grenzabfertigung in Mata-Mata, diese muss man in Twee Rivieren, dem Hauptcamp auf südafrikanischer Seite, durchführen. In der Konsequenz bedeutet dies, dass Mata-Mata nur dann genutzt werden kann, wen man dort auch wieder ausreist. Für unsere Reise war dies jedoch optimal da wir nach einer langen Namibia Tour und dem Besuch des KTP wieder zurück nach Windhoek wollten.


Grenzübergang Mata-Mata

Mata-Mata Grenzübergang
Mata-Mata Grenzübergang

Da der Park im Juni nur zwischen 7:30 bis 18:00 befahren werden darf starteten wir früh von unser letzten Lodge der Kalahari Game Lodge, welche nur 25 km vom Mata-Mata Gate entfernt liegt. Nach rund 30 Minuten erreichten wir das Gate und waren dort die einzigen Gäste, welche in den Park einfahren wollten. Dort galt es zuerst das Formular zur Ausreise aus Namibia auszufüllen, um dann an der Mata-Mata Rezeption einzuchecken. Alle Buchungen wurden dort geprüft und ein Laufzettel (Permit) ausgestellt. Das Ganze klingt kompliziert, wurde aber innerhalb von 30 Minuten erledigt.
Pro Tag im KTP wurde uns eine Gebühr von 356 Rand pro Tag und Person abgeknöpft.

Von Mata-Mata Richtung Twee Rivieren

An der Tanke in Mata-Mata noch den Reifendruck etwas reduzieren und endlich ging es los zu unserem ersten Ziel Nossob. Die Gravel Road war in einem guten Zustand, der Wildbestand jedoch recht mager. Einige Vögel, Oryx und Springböcke waren unsere einzigen Begleiter. Alle Wasserlöcher waren ausgetrocknet und damit keine Anziehungspunkte für die Tiere vorhanden. Die große Dürre der letzten Jahre hatte alles trocken gelegt.

Bei der Kamqua Picknick Site gönnten wir uns deshalb eine ausgedehnte Rast und beratschlagten bei einem Gläschen Wein wie wir nun weiter fahren sollten. Das Auob Flussbett erschien uns nicht erfolgversprechend, Zeit hatten wir aber noch reichlich. Wir wollten einfach nicht glauben, dass alle Wasserlöcher im gleichen Zustand sind. Nach dem Motto die Hoffnung stirbt zuletzt, ging es weiter bis zum Batulama Wasserloch, kurz vor der Quertangente Richtung Nossob River, der Lower-Dune-Road. Leider war auch dort nur Staub unser Begleiter.
Kurzerhand ging es deshalb zurück zur Upper-Dune-Road, um unser Glück dort zu versuchen. An der nicht zu verfehlenden Abzweigung mit einem riesigen Steinquader wechselte die Landschaft und es ging über eine sandige Piste und Dünenlandschaft auf die letzten 100 km Richtung Nossob.

Reichlich Strauße, Oryx und ein Schakal gestalteten diesen Streckenabschnitt abwechslungsreicher. Immer wieder waren wir gespannt was uns hinter der nächsten Düne erwartet. Oryx und immer wieder Oryx und die Stille der Kalahari. Auf der gesamten Strecke bis zum Nossob River begegnete uns nur ein Auto. Weiter gings zum Nossob Rest Camp in der Hoffnung dort mehr Glück am Wasserloch mit unseren Sichtungen zu haben.

Nossob Rest Camp

Nach 201 km bei angenehmer Temperatur von maximal 26 ºC erreichten wir das Nossob Rest Camp. Durch ein Gattertor fährt man hinein ins Camp, danach muss man sich an der Rezeption melden, um den Laufzettel abzugeben und einzuchecken. Im Camp gibt es neben einer Tankstelle, welche wir sofort nutzten auch einen kleinen Laden, der das Nötigste führt. Von kleinen Flaschen mit Amarula über Seife bis zu Feuerholz kann man hier eigentlich alles kaufen, nur frische Lebensmittel sucht man verständlicherweise vergebens. Fleisch gibt es auch, jedoch durchgefroren in großen Tiefkühltruhen.
Zwei Sorten von Chalets und einen Campingplatz gibt es im Camp. Standard Chalets und die neueren Riversite Chalets, welche wir für unseren zweiten Stopp ergattern konnten. Für die eine Nacht als Verbindungsübernachtung nach Gharagab hatten wir leider nur ein altes passables Chalet (C10) buchen können, für eine Nacht i.O. Es ist zwar alles vorhanden jedoch kein Platz mit Wohlfühlcharakter.

Nossob Hide

In der Hoffnung, auf spektakulärere Sichtungen, machten wir uns sofort auf zum Hide. Die Nossob Löwenrudel werden als legendär angepriesen, uns wollten sie aber nicht beglücken!
Dem Ansitz nahe dem Wasserloch kann man sich gedeckt annähern, dort sind Holzbänke mit Sichtschlitzen in drei Richtungen. Leider war die Anzahl der Sitzplätze recht beschränkt. Dies war insofern ärgerlich da im Stehen der Blick durch das Sichtfenster kaum möglich war.
Da dieses Camp etliche Chalets und auch einen Campingplatz besitzt, ist die Besucherzahl relativ groß. Am Hide war deshalb ein kommen und gehen was nicht immer geräuschlos vor sich ging. Wir nutzten deshalb die Hauptbesuchszeit lieber zu einem ausgiebigen Dinner. Lada war für die Vorspeise zuständig, einem Salat aus Tomaten, Paprika, Zwiebeln und „Weißkraut“. Das mit dem Kraut war jedoch ein Lapsus. Eigentlich wollten wir einen Eisbergsalat kaufen, dieser hatte sich jedoch getarnt und so war das Kraut im Salat gelandet. Nachdem die Blätter herausgefischt waren, war es jedoch ein köstlicher Genuss. Ich war dann für Feuer und Fleisch zuständig. Ein sehr leckeres Springbockfilet mit gegrilltem Mais und Folienkartoffeln, dazu ein trockener Rotwein.
Zu vorgerückter Stunde konnten wir unsere Neugier jedoch nicht zügeln, es ging nochmals zum Hide, nun war die Atmosphäre angenehm. Die vereinzelten Besucher fanden reichlich Platz und eine Tüpfelhyäne mit ihrem Jungen sowie einige Schakale beglückten uns mit ihrer Anwesenheit.

Der erste Tag im KTP war zwar nicht der Renner, wir konnten aber im Traum von Katzen aller Art träumen. Mal sehen was die nächsten Tage bringen.

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Alle Berichte der Rundreise sind auch unter dem Schlagwort Namibia 2019 verfügbar.

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