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Blick zur Ugab-Terrasse mit Eagles Nest

Fingerklippe / Vingerklip und Plateau-Berge im Ugab-Tal

Im Ugab-Tal, mit seiner atemberaubenden Landschaft und seiner Sehenswürdigkeit Fingerklippe, wollten wir zwei Tage relaxen. Nach der unglaublichen Vielzahl von Tieren (Eindrücken) im Etosha Park wollten wir unserem Kopf Entspannung in der Weite einer außergewöhnlichen Landschaft gönnen. Die Vingerklip Lodge hatten wir dazu ausgewählt.  Die Halbhöhenlage der Lodge erlaubt einen weiten Blick auf die Ebene des Ugab-Tals mit seinen geologischen Besonderheiten, den blockförmigen Plateau-Bergen. Neben den Plateau-Bergen ist im prähistorischen Ugab-Tal auch die berühmteste Felsformation Namibias, die Fingerklippe (Vingerklip), zu finden.


Vingerklip / Fingerklippe

Die Besichtigung des „Fingers“ gingen wir total relaxt an. Nach ausgiebigen Frühstück im Restaurant, mit seinem irren Ausblick auf das Ugab-Tal und die Plateau-Berge hätte uns eine Wanderung zwar gutgetan! Wir Faulpelze hatten es aber geschafft bis 10 Uhr nichts zu tun, einfach nur zu schauen und das Frühstück zu genießen. Die Sonne war indes nicht faul und hatte die Temperatur auf über 30 ºC gesteigert. 60 Minuten Wanderung bei dieser Hitze war an diesem Tag nicht unser Ding. Also ab ins Auto und auf zum Sockel der Fingerklippe. Die Fingerklippe (afrikaans Vingerklip, oder englisch Rock Finger) ist eine Art Mini-Plateau-Berg. Sie ist ein Erosionsrest aus Ablagerungen des Ugab-Flusssystems und überragt das Tal des Ugab um bis zu 160 Meter.

Die Spitze der Fingerklippe liegt 929 m über dem Meeresspiegel, der Fels selbst ist etwa 35 Meter hoch und hat an seiner Basis einen Umfang von 44 Metern. Er ragt tatsächlich wie ein mahnender Zeigefinger aus der Spitze eines spärlich bewachsenen Hügels. Als wir uns aufmachten, zum Fuß des Felsen zu wandern, beschlich uns immer wieder ein mulmiges Gefühl. Wann wird das Ding umfallen? Am Fuße des Felsens angekommen waren wir happy, der Blick in das weite einsame Tal war atemberaubend. Nur ein weiteres Pärchen hatte den Weg hoch zum Felsen gefunden, endlich eine Gelegenheit um ein Foto von uns zu machen.

 

Blick von der Fingerklippe auf das Ugab-Tal
Blick von der Fingerklippe auf das Ugab-Tal

Vingerklip Lodge

Bereits bei unserer Ankunft waren wir begeistert von der Anlage und vom freundlichen Service. Das Abendessen im Hauptrestaurant mit seinen vielen liebevoll arrangierten Accessoires war nicht nur fürs Auge, sondern auch für den Gaumen ein Genuss. Kudu-Roastbeef, Springbockleber, Spareribs, Gem Squash, Salate mit leckeren Saucen, alles auf hohem Niveau. Natürlich gehörte auch ein gehaltvoller südafrikanischer Rotwein dazu, was will man mehr.

Nach dem Besuch der Fingerklippe hatten wir zwei  Pools zur Auswahl, faulenzen war angesagt. Zeit, endlich das Reisetagebuch oder besser Notizbuch auf Vordermann zu bringen, Reiseführer studieren, die Anlage erkunden und einen Drink „Amarula“ zu genießen. Vogelgezwitscher war der einzige Ruhestörer. Tagsüber ist die Anlage kaum besucht, die meisten Besucher sind Tagesgäste auf der Flucht.
Als High Light des Tages wollten wir am Abend das Eagles Nest Restaurant, hoch über der Lodge auf der Ugab-Terrasse nutzen. Blickt man vom Pool auf die hoch oben liegende Ugab-Terrasse, kann man es kaum glauben, da oben soll ein Restaurant sein!

Blick zur Ugab-Terrasse mit Eagles Nest
Blick zur Ugab-Terrasse mit Eagles Nest

Eeagles Nest Restaurant

Das Eagles Nest Restaurant ist klein und kann maximal 20 Gäste aufnehmen, eine Buchung ist infolgedessen erforderlich. Um 16:30 Uhr, bekleidet mit festem Schuhwerk machten wir uns auf den Weg. Auf gut gesicherten Schotter-Wegen ging es bergauf bis zu einem Turm aus Stahl, in welchem es über steile Treppen hoch hinauf ging. Für den Aufstieg muss man 10 Minuten einrechnen, laufende Stopps um Fotos zu machen und um den Ausblick zu genießen, verlängert die Zeit aber locker um Faktor zwei.

Erst wenn man oben angekommen ist, erkennt man Restaurant, Aussichtsplattform und Havens Gate. Havens Gate ist ein Luxusbungalow, der Bereich ist für Restaurantbesucher zwecks Intimsphäre der Gäste jedoch gesperrt. Nachdem wir uns satt gesehen hatten, ging es zur Aussichtsplattform, welche spektakulär am steilen Abgrund hängt. Der ideale Platz für einen Sundowner, ein besseres Plätzchen kann es kaum geben. Einen Gin Tonic in der Hand und die glutrot untergehende Sonne über dem Ugab-Tal, ein Erlebnis welches sich ins Hirn einbrennt. Die Atmosphäre und die Aussicht von dort ist atemberaubend!

Das Restaurant, sehr geschmackvoll eingerichtet musste warten bis auch der letzte Sonnenstrahl hinter den Hügeln verschwand. Essen und Getränke wird von Seilbahn dort hoch geschafft. Das frisch zubereitete Essen war gigantisch. Traditionelle afrikanische Küche, Impalawurst, Lamm und vieles mehr, da gab es nichts zu meckern. Das Lob der Gäste fiel entsprechend aus. Was uns freute, war, dass für dieses außergewöhnliche Dinner kein Aufpreis verlangt wurde. Ein Kompliment an das Management für solch kundenfreundliches Marketing.

Tipp: Der Rückweg in der Dunkelheit ist abenteuerlich, eine Stirnlampe muss unbedingt mitgeführt werden und die Reservierung sollte sofort bei der Ankunft erfolgen.

Berichte zu den nächsten Streckenabschnitten und Unterkünften folgen, also einfach wieder vorbeischauen.
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