Blick auf die langgestreckte Halbinsel Ponta de São Lourenço

Ponta de São Lourenço -Wandern im Südosten von Madeira

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Eine Wanderung auf der langgestreckten Landzunge Ponta de São Lourenço im Südosten von Madeira war unser Plan!
Wir wollten dem Nieselregen in Arco da Calheta entfliehen. Alles war total zugezogen und Regen wässerte unermüdlich unsere Terrasse. Es galt eine Alternative zu finden.

Im Reiseführer hatten wir gelesen, dass das Klima am obersten Zipfel der Insel komplett anders ist wie im sonstigen Madeira. Bei regnerischen Tagen sind Touren in diesem Bereich deshalb bestens geeignet. Sehr geringe Niederschläge, eine anspruchslosen Vegetation, für uns ein gutes Zeichen das wir dort den dicken Wolken ein Schnippchen schlagen können, also nichts wie los.

Wanderungen auf Ponta de São Lourenço

Für Madeira untypische Wanderungen in karger Landschaft, d.h. keine Levada weit und breit -das bietet die Landzunge Ponta de São Lourenço im äußersten Nord-Osten von Madeira.

Die Wanderung kann bis zur äußersten Spitze der Landzunge oder in verkürzter Form durchgeführt werden. Die komplette Tour von der Abra-Bucht bis in den letzten Inselzipfel ist etwa 8km lang und weist Höhenunterschiede von 340m auf. Der Zeitbedarf beträgt ca. 3 h. Laut Beschreibung eine großartige Wanderung über die einzigartige, karge und einsame Landschaft der schmalen Felszunge. Häufig hat man Ausblicke auf beide Küsten. Auf der Nordseite braust die Brandung gegen den Fels, die Südseite bleibt vergleichsweise ruhig. Der Weg führt durch ein Naturschutzgebiet und ist gut ausgebaut und mit Pfosten markiert.

In verkürzter Form geht es nur von der Abra-Bucht zur wilden Nordküste, dem Aussichtspunkt gegenüber den rot leuchtenden Felsen Piedra Furada. Ein einfacher, kurzer Weg von 2km /40 Min. quer über die schmale Landzunge.

Petrus meint es nicht gut mit uns!

Nach rund 50 km Anfahrt auf gut ausgebauten Straßen durch unzählige Tunnel erreichen wir den Parkplatz an der Ostküste welcher komplett belegt war. Da hatten wohl auch Andere den gleichen Gedanken bzw. das gleiche Wetter.

Die Wanderung beginnt am Ende der Straße von Canical nach Sao Lourenco, die am Strand Prainha vorbei führt. Die Tour beginnt direkt am Kreisel. Verlaufen ist praktisch unmöglich, da der Weg mit Holzplanken und -brücken selbst für Turnschuh-Freaks gangbar ist. Der Weg führt durch eine Senke auf den gegenüberliegenden Hügel, dann an seiner Flanke, die Höhe haltend entlang.

Leider ist uns auch an diesem Tag der Wettergott nicht holt und bereits nach kurzer Zeit setzt Nieselregen ein und dunkle Wolken wälzen sich über die Halbinsel. Der starke Wind macht das Ganze zusätzlich unangenehm. An der durchnässten Kleidung der bereits zurückkehrenden ersten Wanderer wird ersichtlich dass es nicht nur ein kurzer Schauer ist. Trotzdem kämpfen wir uns bis zum den Miradouro durch und werden mit einen phantastischen Ausblick auf die Brandung der vorgelagerten roten Felsen belohnt. Hier lohnt eine Pause, um die Farben und das tosende Meer der Steilküste auf sich wirken zu lassen. In den Regenpausen genießen wir den Ausblick.

Da der Regen eine Pause macht tendieren wir schon dazu die Tour bis zur Spitze fortzuführen. Nach nur wenigen Metern und stärker werdendem Regen entschließen wir uns aber umzukehren und uns den Gegebenheiten anzupassen. Auf dem Rückweg erreicht man den Abzweig zum großen Kiesstrand der Praia Da Baia D’Abra. Ein Abstecher war eingeplant und soll sich lohnen.

Planänderung, Ziel mit Regenschutz gesucht

Zurück am Parkplatz waren wir uns einig, die Ausblicke auf die raue Nordküste und ihre Vegetation ist unvergesslich. Dort spürt man die raue Wildnis, während einem die kräftige Brise des Meeres um die Nase weht. Bei dieser Wanderung durch das kupierte Gelände lässt sich die Küstenlandlandschaft mit aufregenden Klippen und tiefen Einschnitten erleben. Dabei leuchtet der vulkanische Kalktuff in den schönsten Farben. Wir müssen unbedingt bei guten Wetterbedingungen die Wanderung zur Spitze von Ponta de São Lourenço erneut in Angriff nehmen.

Pläne sind dafür da, dass man ein Ziel hat. Man muss aber auch bereit sein den Plan den Gegebenheiten anzupassen. Eine Besichtigung der Zuckerrohrfabrik in Porto da Cruz, d.h. in geschlossenen Räumen war deshalb unser nächstes Ziel.

Übersicht aller Reiseberichte rund um Madeira

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