Anreise Madeira -Landeanflug Madeira Airport Santa Catarina

Anreise Madeira -Schiff oder Flugzeug

Die Anreise Madeira kann man mit dem Schiff oder dem Flugzeug machen. Der weitaus größte Teil der Touristen reist mit dem Flugzeug.

Mit dem Schiff bedeutet bei Madeira meist Kreuzfahrtschiff. Die Insel ist ein sehr beliebtes Ziel der Kreuzfahrer. Oft starten von hier, wie schon zu Columbus Zeiten, die Atlantiküberquerungen. Viele Kreuzfahrtschiffe halten für einen Tag in Funchal. An diesen Tagen ergießen sich dann mehrere tausend Touristen gleichzeitig über die Insel. Busse zeigen den Kreuzfahrern im Schnelldurchgang die Schönheiten der Insel.

Anreise Madeira per Flug

Mit dem Flugzeug kann man von einigen deutschen Flughäfen direkt nach Madeira fliegen. Nach 3,5h bis 4h Flugzeit landet man auf „Santa Catarina“, dem spektakulär auf Betonstelzen ins Meer verlängerte Landebahn von Madeira. Der internationale Flughafen von Madeira, auch Funchal Airport genannt, liegt im Osten der Insel. Die Fahrtzeit zur Hauptstadt Funchal beträgt etwa 15 Minuten.

Da die meisten Touristen auf Madeira in die Rubrik Pauschalurlauber fallen, ist für sie alles geregelt, Flug, Hotel, Apartment und Zubringer zum Flughafen ist in einem Paket gebucht.

Als Individualreisender stellte sich jedoch die Frage mit welcher Airline. Von unserem Heimatflughafen Stuttgart gab es Direktflüge von Condor bzw. TUIfly und einen Flug mit Zwischenstopp in Lissabon von TapAir der portugiesischen Airlines.
Wir hatten wir uns für den Flug über Lissabon entschieden, da der Flug bereits am frühen Nachmittag, in Funchal ankam. Wir wollten nicht auf der unbekannten Insel im Dunkeln unser Quartier suchen.
Nachteilig war allerdings die Abflugzeit 6 Uhr, d.h. Abfahrt zu Hause um 3:15 Uhr, mitten in der Nacht!

Nach einer extrem kurzen Nacht und Minifrühstück ging es deshalb schlaftrunken zum Flughafen. Natürlich waren wir wie immer viel zu früh am Flughafen. Die Vorgaben der Fluggesellschaften verlangen aber leider 90 bis 120 Minuten Reserve vor Abflug. Unser gebuchter Flug mit Air Portugal ging von Stuttgart nach Lissabon und dann weiter nach Funchal. Der Flug nach Lissabon 3:10 h mit einer Embraer 190 war angenehm und der Service gut. Nach zweieinhalb Stunden Aufenthalt in Lissabon bei herrlichem Frühlingswetter ging es dann mit einem Airbus 319 weiter nach Funchal. Ein relativ neues Flugzeug aber mit einer engen Bestuhlung. 1:45 h Flugzeit können dann schon lang werden.

Tipp: Einen Fehler würden wir nicht mehr machen. Wenn schon ein Zwischenstopp in Lissabon, dann sollte man noch 2 bis 3 Tage Urlaub zur Erkundung dieser herrlichen Stadt dranhängen.

 

Landeanflug Lisabon
Landeanflug Lisabon

Abenteuerlicher Anflug auf Madeira

Anreise Madeira -spektakulär auf Betonstelzen ins Meer verlängerte Flughafen von Madeira
spektakulär auf Betonstelzen ins Meer verlängerte Flughafen von Madeira

Früher waren nur wenige Flugkapitäne berechtigt den Flughafen von Madeira anzufliegen. Der Flughafen Santa Catarina in Funchal ist erst seit einigen Jahren für Flugkapitäne mit Sonderausbildung zugelassen. Dazu wurde die Landebahn ins Meer hinaus verlängert. Eine spektakulär auf Betonstelzen ins Meer verlängerte Brücke dient seitdem als Landebahn.

Unser Anflug machte uns klar warum auch heute eine spezielle Ausbildung für Funchal notwendig ist. Der Flugkapitän musste vor der Landung einige extra Runden drehen da an diesem Tag bereits eine Maschine Probleme mit der Landung hatte. Im Anflug sahen wir erst ganz zum Schluss die Insel und wurden dabei recht heftig durchgerüttelt. Ein Blick auf das Meer und die Wellen zeigte mir als Segler, dass mindestens vier bis fünf Windstärken vorlagen.

Kurz vor dem Aufsetzen musste die stark schwankende Maschine wegen der Wetterbedingungen durchstarten. Meine Angetraute war nicht erfreut. Zusätzlich wurde sie durch ihr Nachbarin, eine Einheimische, verunsichert. Die Dame betete und trug damit nicht zur Beruhigung bei. Nachdem wir 20 bis 30 Minuten unsere Runden gedreht hatten setzte die Maschine zur neuen Landung an. Da der Flughafen in Lee der Berge lag hatten wir massive böige Fallwinde bis kurz vor dem Aufsetzen und wurden kräftig von einer Seite zur anderen Seite geschüttelt.

Der Pilot meisterte die Situation jedoch vorzüglich und setzte gekonnt auf der Landebahn auf. Kommentar der einheimischen Dame -der versteht sein Handwerk. Ich denke da waren alle froh glücklich gelandet zu sein. Der Beifall für den Piloten war berechtigt.

Mietwagen

Um flexible die Insel zu erkunden gibt es aus meiner Sicht keine Alternative zu einen Mietwagen. Moped und Roller sind bei den vorherrschenden Straßenverhältnissen einfach zu gefährlich. Natürlich kann man auch die öffentlichen Busse nutzen, dies erfordert aber mehr Zeit und ist nicht so flexible.

Wir hatten deshalb bereits zu Hause einen Mietwagen zu günstigen Konditionen über www.billiger-mietwagen.de gebucht. Die Abwicklung bei dem lokalen Anbieter Guerin Rent a Car ging schnell und professional von statten. Statt des gebuchte Seat Ibiza wurde uns ein fast neuer Polo mit 15.000 km angeboten. Wie bei vielen Mietwagen im Ausland versuchte die Mietwagenfirma uns noch einige Feature zu verkaufen um ihren Profit zu steigern. Man muss dies ja nicht in Anspruch nehmen!

Verwundert war ich nur über eine Kaution von 150 € für einen vollen Tank. Die Kaution für die Selbstbeteiligung ist normal aber nicht das für eine Tankfüllung auch eine Kaution zu hinterlegen ist. Übernahme und Fahrzeug waren jedoch einwandfrei und wir konnten bereits nach kürzester Zeit das Fahrzeug übernehmen.

Auch die Rückgabe des Wagens inkl. Rückgabe der Kaution verlief schnell und reibungslos, deshalb kann ich diese Firma empfehlen.

Mietwagen VW Polo
Mietwagen VW Polo

Tipp: Größere Fahrzeuge auf Madeira zu mieten macht aus meiner Sicht auf der Insel keinen Sinn. Die wirklich engen Gassen und Gebirgsstraßen sind mit einem Kleinwagen einfach problemloser zu befahren.

Übersicht aller Reiseberichte rund um Madeira

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