Ionisches Meer

Westküste Paxos bis zum Fischerhafen Lygia

Entlang der Westküste von Paxos geht unser Törn nun zur Festlandsküste um dort den kleinen Fischerhafen Lygia anzusteuern.
Paxos bis Lygia ist ein Logbucheintrag des  Törn Ionisches Meer zwischen Korfu und Zakynthos . Mehr Informationen zu dem  Törn gibt es  dort.

Morgens brechen wir kurz vor Ankunft der ersten Fähre auf, um die schroffe Felsenküste an der Westseite von Paxos zu besuchen.

Hinter dem Leuchtturm von Lakka erreichen wir die imposante Westküste mit bemerkenswerten Fels- und Küstenformationen und vielen winzigen Stränden. In Höhe des Meeresspiegels gibt es etliche Höhlen und Grotten. Wer diese schroffe Landschaft per Boot erleben will, muss dies am Vormittag tun,  denn man kann sich nur bei ruhigem Meer an die Felswände wagen. Üblicherweise wacht der aus Nordwesten wehende Mistral gegen Mittag auf und entwickelt dann im Laufe des Nachmittags seine größte Stärke – und damit auch hohen Seegang, der gegen die Westküste peitscht.

Bei der Ipapánti-Höhle legen wir einen ersten Stopp ein. In der Höhle soll sich während des 2. Weltkrieges ein griechisches U-Boot versteckt haben. Gut erkennbar ist die Höhle an einem vorliegenden Felsen, der mit etwas Fantasie der Gestalt eines U-Bootes gleicht. Per Dingi wollen Michi und Kurt die Höhle erkunden währen wir in sicherem Abstand vor den Felsen in der Bucht trieben. Kaum in der Höhle angekommen war ihr Schrecken groß, da dampfte zusätzlich ein großer Ausflugsdampfer in die Höhle und konnte damit anschaulich darstellen wie ein U-Boot versteckt werden kann. Nach der Rückkehr aufs Boot waren die Beiden sichtlich erleichtert, das auch für ihr Dingi Platz in der Höhle war.

Beeindruckend an der Küste ist auch das sich kurz darauf erhebende Kap Erimitis, der höchste Abschnitt der Küste. Faszinierende Lichteffekte in kristallklaren Gewässern locken in den aufeinanderfolgenden Grotten der Achai Bucht und der Grotte von Petriti die Besucher in ihr Inneres.

Einige Meter entfernt erscheint die nächste Attraktion: Nicht nur sprichwörtlich steht der Ortholithos wie ein Fels in der Brandung. Der merkwürdige Fels ragt wie eine Nadel nahe der Küste aus dem Meer. Gerne wären wir noch länger geblieben aber auch bei drei Charterwochen ist nur ein beschränktes Programm möglich.

Wir verlassen nun Poseidons „Liebesinsel“. Glaubt man der griechischen Mythologie, dann hat der Meeresgott mit seinem Dreizack die Insel Paxos von der Südspitze Korfus abgetrennt, um für sich und die schöne Nymphe Amphitrite ein geschütztes Liebesnest zu schaffen.

Paxos bis Lygia  –  Zwischenstopp Antipaxos

Als Zwischenstopp steuern wir südwärts zur kleinen Schwesterinsel Antipaxos. Hier locken paradiesische Badebuchten. Die bekannteste Bucht ist die  Emerald Bay im Nordosten, sie war aber schon mit Ausflugsdampfern aus Korfu überfüllt. Weiter im Süden lasen wir dann in einer einsamen Bucht den Anker fallen und genießen das kristallklare Wasser. Gestärkt mit einem leckeren Salat zusammen mit einem kühlen Rosewein geht es am späten Nachmittag bei weiterhin windstillem Wetter Richtung Osten zur Festlandsküste.


Fischerhafen Lygia

Der kleine Fischerhafen Lygia (auch Ligia) soll laut Hafenhandbuch wegen vieler Felsen im Einfahrtbereich kritisch in der Ansteuerung sein.

Fischerhafen Lygia
Fischerhafen Lygia

Die ruhige See ließ  mich aber hoffen, dass wir die Unterwasserfelsen gut erkennen können. Vorsichtig navigieren wir wie im Hafenhandbuch beschrieben in die Einfahrt. Kurt im Bugkorb beobachte aufmerksam die Unterwasserwelt! Da tat es einen kleinen Rempler und wir hatten einen Unterwasserfelsen touchiert. Wie die spätere Inspektion des Unterwasserschiffes zeigte, hatten wir uns Gott sein Dank nur eine kleine Schramme eingefangen. Im zweiten Anlauf, nicht so dicht unter Land, konnten wir unbeschadet die kleine Hafeneinfahrt passieren.

 

Ionisches Meer zwischen Paxos und Lygia
Sonnenuntergang Fischerhafen Lygia

Außer uns hatte nur noch eine andere Yacht diese heikle Hafeneinfahrt gewagt.

 

Zu rechter Hand liegt in diesem malerischen Hafen eine Fischtaverne, die vor allem bei den Einheimischen recht bekannt ist.

Man bekommt hier nicht nur hervorragend zubereiteten Fisch serviert, sondern kann an klaren Tagen auch die Umrisse der  vorgelagerten ionischen Inseln Antipaxos, Paxos und Korfu erahnen.  Zusätzlich hat man auch traumhafte Sonnenuntergängen und einen genialen Blick in einen kristallklaren Himmel.

Lygia – Fischerdorf neben Vrachos

Der Hafen selber liegt etwas abseits des eigentlichen Dorfes Lygia. Das ruhige, verträumte Fischerdorf liegt auf einem Hügel oberhalb des Meeres an der Festlandsküste, ca. 30 km nördlich von Preveza. Vom Hafen erreicht man das Dorf nur über eine kleine Serpentinenstraße.

Der Hauptstrand von Lygia ist ein langer, mit runden Kieselsteinen durchsetzter Sandstrand. Zu beiden Seiten der Ortschaft schließen sich weitere Sandstrände an, die  gänzlich unbewirtschaftet  sind. Hier findet man auch  in der Hauptsaison mit ziemlicher Sicherheit ein ruhiges Plätzchen. Man kann dank des sauberen, tiefblauen Meeres und den vorgelagerter vulkanischen Riffen trefflich Schnorcheln.

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