Paros -Hafen Naoussa

Törn Westkykladen zwischen Lavrion und Paros

Ein Törn in die Westkykladen, davon handelt dieser Bericht. Unseren ursprünglicher Plan die Kykladen in ihrer vollen Vielfalt zu erleben mussten wir bei unserer Planung sehr schnell über den Haufen werfen. Eine gute Woche hatten wir als Zeitrahmen, dies war deutlich zu wenig. Wir werden deshalb die Kykladen in mehreren Törns erkunden, Inseln gibt es reichlich. Die Erfahrung hatte uns gelehrt weniger ist manchmal mehr; wir wollen als Hobbysegler nicht nur Strecke machen, sondern auch das Flair der Inseln genießen.

Törn Westkykladen -Serifos Leivadion
Serifos Leivadion

Planung -Törn Westkykladen

Der Chartervertrag und die Flugverbindungen mussten als erstes bestmöglich kombiniert werden. Der Chartervertrag sah zwar ursprünglich die Übernahme des Bootes ab 17 Uhr und die Rückgabe bis 10 Uhr vor. Wie so oft war dies aber verhandelbar und wir konnten eine Übernahme für 12 Uhr erreichen. Zusätzlich bestand der Wunsch der Crew Athen näher kennen zulernen wozu wir zwei weiter Tage einplanten.  Von unser Zeitbudget von 10 Tagen wollten wir eine Nettozeit von 7 Tage in der Kykladen-Welt verbringen.

Der Hafen Lavrion als Charterbasis war unter dem Zeitgesichtspunkt optimal. Wir wollten nicht unnötige Zeit zwischen Piräus, dem gebräuchlichen Hafen und unserer ersten Kykladen-Insel verschenken. Für diese Strecke hätten wir sonst zwei zusätzliche Tage einplanen müssen.

Weil die Anreise über Athen erfolgt sind die Häfen der Attikaküste ab Piräus wichtig Charterstützpunkte. Bei unserem ersten Törn hatten wir den Hafen Kalamaki gewählt. Vor der Fertigstellung des neuen Flughafens war dies ein guter Ausgangspunkt. Mit dem neuen Flughafen sind jedoch die weiter südöstlich gelegenen Häfen eine bessere Alternative da man sich nicht durch den unberechenbaren Verkehr der Hauptstadt Athen quälen muss. Zahlreiche Yachtcharterunternehmen haben ihren Sitz in Athen oder verwalten von dort ihre Flotte, meist mit der Möglichkeit das Boot an einem anderen Hafen der Attikaküste zu übernehmen. Auch viele Privatyachten sind in den Marinas dieses Gebietes stationiert. Es ist deshalb davon auszugehen, dass ein Törn zu den Kykladen-Inseln an der Attikaküste beginnt oder endet. Für unseren Törn konnten wir mit dem Charterunternehmen den Hafen Lavrion vereinbaren. Dieser Industriehafen liegt in einer sehr offenen Bucht, so dass er nur leidlich Schutz bietet. Reflektierender Seegang macht sich bis zum hinteren Teil der Bucht hin unangenehm bemerkbar, obwohl eine 270 m lange Schutzmole auf der Südseite der Einfahrt gebaut wurde. Darüber hinaus verleiden Staub durch Ladearbeiten und Rauch von den umliegenden Fabriken den Aufenthalt. Lavrion übt durch die Erzhalden in seiner Umgebung keinen Reiz auf den Besucher aus. Für die Versorgung ist der Hafen aber brauchbar, und hat nach Fertigstellung des neuen Flughafens von Athen in Spata noch mehr Zulauf. Wenn man wie wir diesen Hafen nach der Übernahme des Bootes sofort verlässt, ist die Umgebung nicht störend und man kann in einem kurzem Schlag Kea oder Kythnos ansteuern. Beide Inseln sind sicherlich den Häfen auf Attika vorzuziehen.

Ausgehend von den Über- und Rückgabezeiten der Yacht war die Planung des ersten und letzten Tages schnell klar, es galt eine gute Ausgangsposition zu erreichen. Kythnos als erster Tag und Kea als letzter Tag, d.h. frühes Aufstehen und dann flott nach Lavrion. Den Rest wollten wir ohne Stress und Hektik in Abhängigkeit vom Wetter oder besser dem Wind nutzen.


Stippvisite Athen

Unser Flug mit Ankunft 14:00 Uhr in Athen war angenehme, danach noch eine etwas längere Taxifahrt durch den Athener Verkehr und schon waren wir in einer anderen Welt. Im Zentrum von Athen hatten für zwei Nächte ein Stadthotel gebucht um das kulturelle Angebot der Stadt zumindest für eine kleine Stippvisite zu nutzen.

Am ersten Abend feierten war ein herzliches Wiedersehen mit unserem griechischen Freund Panos. Panos unsere gute Seele hatte uns vor Ort ein günstiges Schiff besorgt. In einem typischen Lokal, bei lauer Temperatur unterhalb der Akropolis wurde ausgiebig gefeiert. Das Motto des Abends war schnell klar -Einer geht noch, einer geht noch rein. Der Alltag in Deutschland war schnell vergessen und ein optimaler Anfang gefunden.

Athen -Akropolis
Athen -Akropolis

Mit dem Essen müssen wir bei unseren zwei Neulingen jedoch noch etwas Nachsicht walten lassen. Bei diesen Schwaben gilt die Regel was der Bauer nicht kennt frisst er nicht. Am folgenden Tag mmußten wir feststellen, dass ganz Athen in Vorbereitung zu den olympischen Spielen eine Großbaustelle ist. Mit der U-Bahn gehen wir auf Erkundungstour. Die Akropolis finden wir zwar schnell mit der weiteren Navigation hapert es aber bei unserem Reiseleiter Klaus. Am Abend haben alle platte Füße und sind froh, dass Panos die Führung übernimmt und uns in eine idyllische Taverne im Hafen von Piräus entführt. Der Heimweg führt uns zwar noch beinahe geschlossen nahe ans Hotel, jedoch mit kleinen Verlusten! Die Absacker-Kneipe hatte wohl Ouzo in unbegrenzter Menge, wie ist es sonst zu erklären, dass man vor dem Hotel stehend den Eingang nicht findet. Vorsorglich hatten die netten Freunde den Pyjama und die Zahnbürste schon vor dem Zimmer als Wegweiser platziert!

Athen nach Lavrion -Bootsübernahme und Einkauf

Samstags machen wir uns dann in zwei Gruppen, auf den Weg nach Lavrion. Zu normaler Verkehrszeit sind von Athen aus dafür minimal 1,5 Std. zu veranschlagen.
Gruppe 1 organisierte die Übernahme des Bootes. Gruppe 2 nutzte einen großen Supermarkt auf dem Weg um alle notwendigen Vorräte für den Törn zu beschaffen. Panos unser guter griechischer Geist war mit seinem Wagen und unserem „kleinen“ Getränkevorrat und den wenigen Lebensmitteln an der Grenze des Fassungsvermögens. Platz für die zwei von der Crew war kaum vorhanden. Eingerahmt zwischen Bier und Wein; mit Gurken und Knoblauch um den Hals, erreicht diese Gruppe den Hafen um etwa 13:30 Uhr.  Da die Übernahme des Bootes bestens funktionierte konnten wir sofort mit dem bunkern beginnen. Ohne Panos unserem griechischen Freund wäre alles nicht so einfach gewesen. Er hat das Boot zu Topkonditionen besorgt, das Hotel gebucht und den griechischen Abend in Athen zu einem Erlebnis gemacht. Die Opfergabe an Zeus mit „schwäbischem Wasser“ wird Ihm aber sicher immer in Erinnerung bleiben. Panos die Crew sagt DANKE.

Törn Westkykladen Crew: Klaus, Rolf, Eberhard, Bernd, Alfred, Panos, Hans
Crew: Klaus, Rolf, Eberhard, Bernd, Alfred, Panos, Hans

 

Törn Westkykladen: Lavrion bis  Kythnos Merichias

Törn Westkykladen: Kythnos -Merichas
Kythnos -Merichas

Um 14:30 geht es endlich los, wir Starten unseren Törn Westkykladen und legen in Lavrion ab. Mit 4 Bft geht bei herrlichem Wetter nach Kythnos wo wir kurz vor 20:00 anlegen. Obwohl nach Nordwesten offen, bietet der hübsche Hafen Merichas vor Seegang geschützte Liegeplätze. Zu beachten sind die Fähren, die bei ihren Anlegemanövern mit Schraube und Seitenstrahlruder starke Turbulenzen verursachen und Yachten gefährden können. Bei der Ansteuerung sieht man von weitem den Ort. Nisis Merichas, die niedrige kleine Felsinsel, die der südlichen Huk Ak. Kolias weit vorgelagert ist, muss man mit gehörigem Abstand runden. Sonst ist die Bucht frei von Untiefen. Die etwa 50 m lange Mole, an der die Fähren anlegen, trägt ein Molenlicht, dass aber nicht immer in Betrieb ist. Die Fähren beanspruchen die Innenseite der Mole und gut ein Drittel des Kais. Yachten sollten möglichst die Nähe des Fähranlegers meiden, doch allzu viele Plätze stehen nicht zur Auswahl. Der erste Tag auf See hat seine Tücken, die Mannschaft ist noch nicht eingespielt und schon ist es passiert. Eine kleine Unaufmerksamkeit und schon haben wir erfolgreich eine Patenthalse mit großer Wirkung gefahren. Scheckelbruch und zwei Hände weniger an Bord. Hans ein Bär von Mann glaubt doch wirklich, dass man die Großschot mit blanken Händen halten kann. Vorsorglich hat er die Handschuhe erst gar nicht angezogen und hat wie es sich für einen guten Feuerwehrmann gehört die Hände verbrannt. Ab sofort wird er zum Passagier degradiert und hat nun das Vergnügen kalte Bierdosen, nicht unbedingt zu seinem Leidwesen, zu händeln.

Kythnos -Merichas bis Serifos -Leivadion

Kurz nach 10:00 Uhr legen wir in Merchias ab und nehmen Kurs auf Serifos wo wir um 17:30 Uhr im Hafen Leivadion anlegen. Bei 4 Bft und Böen bis 6 Bft kommen wir mit bis zu 9,8 kn schnell voran.
Der an der Südostseite von Serifos gelegener Hafen Leivadion im Scheitel der tief nach Norden einschneidenden Bucht ist unser Tagesziel. Die Ansteuerung kann bei Tag und Nacht erfolgen. Der Leuchtturm auf der Westhuk der Einfahrt, Ak. Spathi, gibt schon von weitem eine gute Ansteuerungshilfe. Nachts sind auch der Fährkai und die Yachtpier befeuert. Sportboote können auf beiden Seiten der etwa nach Osten gerichteten Pier vor Buganker mit Heckleinen festmachen.

Die Fischer beanspruchen die inneren Plätze, an denen die Wassertiefe zum Ufer hin schnell abnimmt. Um den äußeren Teil der Pier beträgt die Wassertiefe 7 m, deshalb viel Kette stecken, denn die Fallböen bei Meltemi sind sehr stark. Der malerisch auf einer Felskuppe gelegene Ort Serifos (auch Chora) ist zu Fuß auf einem Treppenweg oder auf der Autostraße mit dem Bus zu erreichen. Schon wegen der schönen Aussicht lohnt sich die Mühe des Aufstiegs.

Serifos -Leivadion bis Sifnos -Ormos Vathy

Heute geht es bei schwachen Winden weiter nach Sifnos; wo wir als Zwischenstopp den Hafen Kamares ansteuern. Einkaufen und eine kleine Ortsbesichtigung steht auf dem Programm. Da das Ankermanöver noch nicht so richtig klappt nutzen wir den Hafen auch um das Manöver zu üben.

Sifnos Ormos Vathy
Sifnos Ormos Vathy

Um 18:30 Uhr erreichen wir dann unser Tagesziel, die Bucht Ormos Vathy. Vathy ist eine der bestgeschützten Buchten an der Westküste von Sifnos welche bei Tag und Nacht gut anzulaufen ist. Auf der südlichen Einfahrtshuk, brennt ein Feuer. Die Bucht ist frei von Untiefen und läuft zum Strand hin gleichmäßig aus. Man ankert auf beliebiger Wassertiefe über Sandgrund, der teilweise mit Seegras bewachsen ist. Platz zum Schwojen ist genügend vorhanden. Trotz heftiger Fallböen bei Nordwind liegt man hier sehr sicher. Der Kai vor der Kapelle kann von Yachten benutzt werden. Davor beträgt die Wassertiefe gut 2 m. Leider war für uns kein Liegeplatz frei; der kleine Anlegekai war mit 5 Booten belegt, d.h. wir müssen in dieser Nacht in der Bucht vor Anker gehen. Aus Sicherheitsgründen wird ab 23:00 Uhr die Ankerwache eingeteilt. Für die erste Wache (Ebbe und Rolf) welche sonst nie vor 1:00 zu Bett gehen war wohl das Sternezählen ein optimales Einschlafmittel. Der Skipper musste sie aus den Träumen holen!!
Am Strand befinden sich einige Tavernen und hinter der Kapelle ein Trinkwasserhahn. Der Minimarkt hat zur Grundversorgung Lebensmittel, Brot und Gemüse vorrätig. Die Bucht ist von Hügeln eingeschlossen, die mit Olivenbäumen bewachsen sind. Vereinzelte Ferienhäuser liegen ringsum. Im Ganzen ein stiller, friedlicher Ankerplatz.

Sifnos -Ormos Vathy bis Paros -Naoussa

Der Windgott Aiolos meint es heute nicht gut mit uns, kein laues Lüftchen lockt zum Segel setzten. Für die 35 sm bis Paros brauchen wir rund 6 Stunden begleitet vom Sound des Dieselmotors.

Der Hafen Naoussa, an der Nordseite der Insel gelegen, kann bei Tag und bei Nacht angelaufen werden. Bei der Ansteuerung am Tage ist die mächtige Nordmole mit der Ruine eines venezianischen Turms zu erkennen, nachts sind die Molenköpfe befeuert. Das äußere Hafenbecken ist mit Fischer und Ausflugsbooten voll belegt, der Innenhafen den kleineren Booten vorbehalten. Yachten gehen, vor Anker liegend, mit Leinen an die Außenseite der zum Kai ausgebauten Westmole. Die gekennzeichneten Anlegeplätze für Lokalfähren sind freizuhalten. Beim Anlegen ist auf Steine direkt am Kai zu achten. Zum Ufer hin verringert sich die Wassertiefe. Der Ankergrund besteht aus Schlick und Steinen. Bei der Ankunft machte uns der Hafenmeister gleich auf die Ankunftszeiten der Fähre aufmerksam. Er empfiehlt bei Ankunft Motor an und alle Leinen bewachen. Wir mussten feststellen, dass diese Empfehlung wichtig war. Die Fähre legt direkt neben den Jachten an und verursacht während des Anlegemanövers extreme kurze Wellen. Naoussa ist ein außerordentlich stimmungsvoller Hafenort mit verwinkelten Altstadtgassen und vielen weißen Kapellen. Trotz des lebhaften Fremdenverkehrs herrscht hier eine angenehme Atmosphäre.

Paros -Naoussa bis Syros -Finikas -Badestopp in Syros -Ormos Varis

Die Kykladen berühmt und berüchtigt für ihre Meltemiwinde wollen uns auch auf unserer Strecke nach Syros nicht den Motor ersparen. 32 sm unter Maschine, dass hatten wir uns anders vorgestellt. Wir nutzen deshalb den Tag zu einem ausgiebigen Badestopp in der Badebucht Ormos Varis im Süden von Syros. An der Südostküste von Syros liegt diese tief nach Norden einschneidende Bucht, die sehr gut gegen alle Winde, außer Südwinden, geschützt ist. Die Ansteuerung ist einfach. Tiefes herrliches türkisfarbenes Wasser umgibt die Einfahrt. Im Scheitel der Bucht liegt der freundliche Ferienort Vari. Die Wassertiefen nehmen zum Scheitel der Bucht hin gleichmäßig ab. Ankergrund ist feiner Sand. Die kleinen Anleger werden von den Gästen der Hotels und Pensionen als Badeplattform benutzt. Fischerboote liegen in der westlichen Seitenbucht vor Murings.

Um 17:00 Uhr laufen wir in die landschaftlich schöne Bucht von Finikas ein. Bei nördlichen Winden ist dieser Platz sehr gut geschützte an der Westküste von Syros gelegen. Bei der Ansteuerung des von weitem erkennbaren Ortes Finikas (Phoinikas) rundet man die deutlich sichtbare Klippe Ns. Dimitra, die nachts befeuert ist, und fährt dann nach Norden auf den Kai zu. Yachten legen am Kai an oder ankern südlich davon, wo der Grund aus Sand und Seegras besteht, zum Ufer hin wird er felsig. Am Kai bietet die Gemeinde gegen Liegegebühren besten Service: Wasser und Strom, Duschen/WC, Treibstoff per Tankwagen. Der Hafenmeister ist in allen Fällen behilflich.

Syros Finikas- Kythnos -Loutra

Bereits um 8:00 will unser Skipper ablegen, da müssen auch die Schlafmützen rechtzeitig aus den Federn. Unser Ziel ist die 25 sm norwestlich gelegene Insel Kythnos welche wir am Törnanfang bereits auf der westlichen Seite angelaufen hatten. Bei schwachen Winden kommen wir gemächlich voran und erreichen nach 25sm um 16:30 Uhr den kleinen Hafen Loutra.

Nach zwei Ankerversuchen hält endlich der Anker; dachten wir!  Später mussten wir feststellen der Anker hält immer noch nicht! Da blieb nichts anderes übrig, dass Eisen musste ein drittes Mal ausbracht werden.

Inzwischen gab es eine große Überraschung unser „Schwesterschiff“ mit einer Crew aus unserem  Heimatort läuft ein und ankert neben uns. Die Überraschung war riesig; klar dies musste ausgiebig gefeiert werden.

Wir nutzen das Angebot des Ortes für Einkäufe und eine kleine Fotowanderungen. Viel gibt’s nicht zu sehen, immerhin ein (noch geschlossenes) Badehotel mit heißen Quellen, ferner einige Läden, etliche andere Schiffe mit internationalen Mannschaften, viele Tische und Stühle am Hafenufer, die zum Verweilen einladen. Die Ansteuerung dieser großen Bucht ist bei Tag und Nacht möglich. Das Leuchtfeuer auf der südlichen Einfahrtshuk ist auch bei Tag eine gute Landmarke, ebenso die vielen weißen Häuser des Ortes und das große Gebäude des Thermalbades. Östlich der Fischerpier können Yachten auch anlegen, doch gibt es immer wieder mit den Fischern Gerangel um die Liegeplätze. Es gibt einen Wasseranschluss am Kai. Bei Andreas Panou (deutschsprechender Gastwirt) in der“Kythnos Bay Taverna“ kann man den Bedarf anmelden, außerdem lässt er seine Gäste im kleinen Hotel die Duschen benutzen und bestellt notfalls Mechaniker oder Diesel per Tankwagen.
Bereits im Altertum wurden die heißen Quellen von Loutra zur Behandlung von Rheuma genutzt. Seitdem das Thermalbad renoviert wurde, sind auch zahlreiche Neubauten entstanden. Trotz des zunehmenden Tourismus ist der Ort ruhig.

Kythnos Loutra,  – Kea Schinos Beach bis Lavrion

Unser Plan sah vor, dass wir bis Kea segeln und am nächsten Tag frühen morgens den kurzen Schlag nach Lavrion machen. Da die Windverhältnisse aber an diesem Tag die besten der Woche waren, haben wir den Wind genutzt und sind bis nach Lavrion gesegelt. Der schönste Tag unter Segel.

An der südlichen Spitze von Kea fand sich noch Zeit zu einem letzten Badestopp in der schönen Badebucht Schinos Beach. Mehrere Talmulden senken sich vom inneren der Insel Kea mit über 500m allmählich zur Küste hinab und enden in den Buchten, die als Ankerplätze brauchbar sind. Nur in diesen Buchten ist die Küste zugänglich, sonst ist sie steil abfallend, vor allem an der Ostseite, wo nur an zwei Stellen bei ruhiger Wetterlage Ankermöglichkeit besteht.

Weiter geht es bei traumhaftem Wind unserem Ziel Lavrion entgegen. Nach einer Woche Übung werden alle Manöver sicher und gut gefahren, ein gelungener Abschluss.

Schiffsabnahme

Am Samstagmorgen stand noch der obligatorische Check des Schiffes an. Auch der Check des Unterwasserschiffs durch einen Taucher verlief ohne Beanstandungen. Einziges Manko war eine Gebühr von 150 DM für die Endreinigung welche wir vorher nicht vereinbart hatten. Danach hatten wir reichlich Zeit da das Taxi zu Flughafen erst um 12:00 Uhr bestellt war. Wechselweise wurde das Gepäck im naheliegenden Kafenion bewacht, so konnte der Rest der Crew die Umgebung erkunden. Der Rückflug brachte uns dann pünktlich zu einer angenehmer Zeit zurück.

Fazit: DerTörn in die Westkykladen hat uns überzeugt, wir werden sicherlich weitere Insel im Gebiet der Kykladen in den nächsten Jahren erkunden.

Übersicht: Törn Westkykladen zwischen Lavrion und Paros vom 24.5 bis 2.6.01

Tag Von / Nach GEO Strecke
1 Anreise Athen
2 Besichtigung Athen; Bootsübernahme Lavrion 37º42,7’N 024º03,6’E
3 Kythnos -Merichas 37º23,7’N 024º23,8’E 20 sm
4 Serifos -Leivadion 37º08,6’N 024º30,3’E 30 sm
5 Sifnos -Ormos Vathy 36º59,3’N 024º40,3’E 20 sm
6 Paros -Hafen Naoussa 37°07,6’N 025°14,1’E 35 sm
7 Syros -Finikas 37°23,8’N 024°52,6’E 32 sm
8 Kythnos -Loutra 37°26,7’N 024°25,8’E 25 sm
9 Kea Schinos Beach
Lavrion
37º42,7’N 024º03,6’E 38 sm
10 Abreise Gesamtstrecke über Grund 200 sm
Skipper: Alfred
Crew: Eberhard, Hans, Rolf, Bernd, Klaus
Yacht: Ocean 51.2

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