Paros -Parikia Windmühle am Hafen, Wahrzeichen des Ortes

Paros

Schon in der Antike war Paros eine bedeutende und wohlhabende Insel, denn der Parische Marmor galt als der edelste der Welt und wurde in aller Herren Länder exportiert. Heute präsentiert sich die Insel als Ferienparadies mit wunderschönen Stränden, blumengeschmückten Dörfern und vielen historischen Sehenswürdigkeiten, darunter ein antiker Marmorstollen. Auf der Insel leben ca. 14.000 Einwohner auf rund 200 km².


Paros gehört neben Mykonos und Santorin zu den bekanntesten Kykladeninseln. Aufgrund der guten Verkehrsverbindungen, der zahlreichen schönen Strände und vor allem der beiden reizvollen Orte Parikia und Naoussa ist Paros in der Hochsaison recht überlaufen.

Landschaftlich wirkt die Insel trotz des 755 m hohen Agios Ilias-Massivs sanft und besitzt große fruchtbare Ebenen. Die landwirtschaftliche Produktion konnte sogar gesteigert werden, so dass die Bauern nicht nur für den Eigenbedarf produzieren. In Naoussa besitzt Paros einen der größten Fischerhäfen der Kykladen, dennoch ist der Fremdenverkehr der bedeutendste Wirtschaftsfaktor: Viele Einwohner von Paros verdienen in den vier Sommermonaten den größten Teil ihres Jahreseinkommens.

Parikia

Etwa 4.300 Einwohner leben in der Haupt- und  Hafenstadt Parikia, auch Paros oder Chora genannt, im Westen der Insel. Die Stadt erstreckt sich etwa 1 km entlang der südlichen Hafenbucht und wird von dem 15 m höher liegenden Kastro- Viertel, dem ältesten Teil der Stadt, überragt. Parikia gehört neben Mykonos zu den schönsten Siedlungen der Kykladen. Die traditionelle Architektur, die kleinen hibiskus- und oleandergeschmückten Gassen, die alten Marmorbrunnen, die unzähligen weißgekalkten Kirchen und die Fischerboote am Strand verleihen dem Städtchen trotz des Trubels der zahlreichen Besucher einen malerischen Charakter. Darüber hinaus bietet der Ort heute alles, was der Tourist erwartet.

Fotostrecke Paros -Parikia

In der alten Windmühle am Hafen, dem Wahrzeichen des Ortes, ist die Touristenpolizei untergebracht. An der großen Platia „Ethnikis Antistasis“, die griechischen Widerstandskämpfern gewidmet ist, beginnt die Hauptgeschäftsgasse von Parikia. In eine der Quergassen nach rechts abbiegend erreicht man den Kastro- Hügel, der seit der Bronzezeit durchgehend besiedelt ist. Auf der Spitze des Hügels, wo früher das venezianische Kastell stand, findet man heute die Kirche des Ag. Konstantinos mit einer wertvollen holzgeschnitzten Altarwand.

In der Nähe des Hafens  150 m stadteinwärts – liegt die berühmteste Kirche von Paros und größte kunsthistorische Sehenswürdigkeit der Insel, die Kathedrale Katapoliani. Im Innern sind vor allem die Marmorikonostase mit großen Ikonen, der Bischofsthron und rechts der Hauptkirche die Taufkapelle mit dem kreuzförmigen Taufbecken sehenswert.

Naoussa

Das zweite touristische Zentrum von Paros liegt an der Nordwestküste. Etwa in der Mitte zwischen Parikia und Naoussa zweigt nach rechts ein Feldweg zu dem 1638 gegründeten Mönchskloster Longovardas, dem größten Kloster der Insel, ab.

Fotostrecke Naoussa

Der idyllische Fischerort Naoussa mit seinem fast kreisrunden Hafenbecken und der angrenzenden Altstadt gehört zu den schönsten Hafenorten Griechenlands. Da die Fracht- und Passagierschiffe nur Parikia anlaufen, gehört Naoussas Hafen ganz den Fischern, die jeden Tag am Kai ihre Netze überprüfen. Die Uferlinie ist von Tavernen und Cafes gesäumt und vor allem am Abend ein beliebter Treffpunkt der Urlauber. Da am Rand des Ortes inzwischen zahlreiche Hotels entstanden, sind die Strände der Bucht von Naoussa im Sommer oft restlos überfüllt.

Die Ostküste von Paros

Das größte Dorf an der Ostküste ist Marpissa mit drei alten Windmühlen im Zentrum. Ein Fußpfad führt von der Platia auf den markanten, 200 m hohen Kefalos- Berg mit der Ruine eines venezianischen Kastells. Über das Meer blickt man auf das nur 5 km entfernte Naxos und seine weißleuchtende Chora. An der Küste findet man einige schöne Strände, alle mit Tavernen, Pensionen und häufig auch Windsurfschulen. Am besten erschlossen ist der Pisso Livadi-Strand, dort starten in der Saison häufig Fährboote nach Naxos.

An der Nordwestflanke des Kefalos liegt das Dorf Marmara mit der Molos- Bucht, ein ruhiger, 500 m langer  Dünenstrand.  Vorbei  an weiteren kleinen Sandstränden erreicht man vor Dryos im Süden den <Golden Beach<, den schönsten Dünenstrand von Paros. Der Golden Beach und der sich  nördlich anschließende  Tserdakia-Strand sind weltweit bekannte Windsurfreviere.

Marathi und Lefkes

Das Bergdorf Lefkes, die alte Inselhauptstadt, ist von Parikia über Marathi auf einer Asphaltstraße zu erreichen. Bei dem Weiler Marathi 4 km, führt nach rechts eine Piste zu den antiken Marmorbrüchen. Man kann einige dieser Stollen besichtigen, braucht aber unbedingt Taschenlampe und feste Schuhe. Es werden aber auch organisierte Besichtigungstouren durchgeführt.

Lefkes, das schönste Dorf der Insel  mit einem  mittelalterlichen, verwinkelten Zentrum, liegt inmitten von Terrassenfeldern, die noch vor wenigen Jahrzehnten intensiv bewirtschaftet wurden. Der Ort in 250 m Höhe blickt weit über die Ägäis. Die alten, engen Dorfgassen öffnen sich immer wieder zu kleinen Plätzen, an denen stattliche Häuser und schöne Kirchen stehen.

Parischer Marmor

Schon in der Antike galt der Marmor von Paros als der edelste und kostbarste Stein der Welt. Im Gegensatz zu den Tagebaubrüchen von Naxos wurde der parische Marmor in unterirdischen Stollen abgebaut. Man nannte ihn den „Durchscheinenden“, denn es han­delt sich um ein reinweißes Gestein, das bis zu einer Stärke von 10cm noch Licht durchschimmern läßt. In poliertem Zustand scheint er eine fast transparente Oberfläche zu haben. Der Stein ist immer noch ein wichtiger Exportartikel der Insel.


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