Amorgos Hafen Agiali

Levitha nach Amorgos Ormos Aegiali

Bereits um 6:00 genieße ich die Ruhe, in der herrlich gelegenen Bucht, um ein Bad vor dem Frühstück zu nehmen. Danach ist Deck schrubben angesagt. Unsere Raucher haben mal wieder alles eingeäschert. Um den Zigarettendreck zumindest teilweise in den Griff zu bekommen werden ab sofort Dosen als Aschenbecher verwendet.Nach einem gemütlichen Frühstück auf dem frisch gesäuberten Deck laufen wir um 8:15 als eines der letzten Boote aus. Levitha ist das Verbindungsglied zwischen den Dodekanes und den Kykladen, d.h. jeder, egal in welche Richtung er will, hat mindesten 30 sm vor sich und ist deshalb bestrebt möglichst früh auszulaufen.Bei 4 bis 5 Bft herrscht ein herrlicher Segeltag und wir kommen mit 5 bis 7 kn bei einem Kurs hart am Wind gut voran. Ein langer Schlag auf einem Kurs führt uns bis ans Kap von Amorgos. Kein Kurswechsel und schon kommt Langeweile auf. Schabernack entspringt den dahindösenden Köpfen. Als Ergebnis hat sich das Bier in der Dose von Hans plötzlich in Meerwasser verwandelt. Bis der Gaumen den Geschmack zuordnen kann ist bei einem kräftigen Zug bereits reichlich Meerwasser im Magen gelandet. Klar, jetzt muss jeder aufpassen, Rache ist süß! Rolf erwischt es heimtückisch. Sein Bier war nur verwässert, der erhöhte Salzgehalt wurde nicht sofort registriert, er benötigte etwas länger bis der Geschmacksnerv reagierte. Um möglichst bald Amorgos zu erreichen umrunden wir das Kap mit Motorunterstützung.  Bereits um 14:40 können wir zwischen den Fischern am Kai anlegen. Unter Segel hätten wir zusätzlich 1 bis 2 Stunden aufkreuzen müssen.Der Hafenmeister ist nicht ganz einverstanden und will uns einen anderen Platz zuweisen. Er meint es kommt noch eine Fähre welche den Liegeplatz benötigt. Nach kurzer Diskussion einigen wir uns darauf, dass wir am Schiff anwesend sind wenn die Fähre kommt und den Platz während des Anlegemanövers frei machen. Wie sich später herausstellt, reicht es, das Boot auf einen frei gewordenen Platz Richtung Hauptkai zu versetzten.

Amorgos Hafen Agiali
Amorgos Hafen Agiali

Der Hafenort Aegiali ist Treffpunkt für junge Backpacker, was sich in der Atmosphäre der Uferpromenade widerspiegelt. In einigen Reiseführern wird der Ort auch Aigiali bzw. Ägiali bezeichnet, ich habe mich für Aegiali entschieden, da dies der offiziellen Straßenkarte entspricht.Unserer erster Erkundungsgang führt uns an den längsten Strand der Insel, gesäumt von Discos und Musikbars. Klar, eine wunderschön gelegene Bar direkt am Strand im Schatten von Tamarisken lockt uns an. Relaxt genießen wir den Anblick der jugendlichen Strandschönheiten und der in der Bucht vor Anker liegenden Yachten. Der Platz ist zu schön, die Erkundung meiner drei Freunde endet hier. Leider konnten sie sich nicht an der Schönheit des kleinen Ortes erfreuen. Nach einer Stunde ist aber alles in und um den Ort erkundet. Auch für das Abendessen ist ein Platz gefunden. Im Scheitel der Bucht direkt am Strand gelegen finde ich die in verschiedenen Seglerinfos als Empfehlung beschriebene Taverne Lakki. Die Taverne ist an eine Pension mit schönen kleinen Bungalows und Swimmingpool angeschlossen. Die Atmosphäre und Lage ist wirklich fantastisch. Leider müssen wir zum Abend feststellen, das der Service, Essensangebot und Qualität sich nicht mit dem Ambiente messen können. Da gibt es sicherlich besseres in der Umgebung! Fortsetzung…

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