Leros -Ormos Panteli

Leros Ormos Panteli nach Kalymnos Ormos Vathy

Leros -Ormos Panteli
Leros -Ormos Panteli

Nach und nach kriechen alle nach ruhiger geruhsamer Nacht aus den Kojen. Brigitte und Lada machen sich ans Frühstück und wir Männer übernehmen den Einkauf. Mit dem Dingi brausen wir über die Bucht zum Supermarkt, es ist kurz nach 8 und er hat soeben geöffnet. In der Ecke – wir wollen es kaum glauben – steht ein Sack mit frischem Brot. Zurück überrascht uns Lada mit einer Pfanne Rührei Spezial. Speck, Paprika, Tomaten, Zwiebeln usw. geben dem ganzen eine pikante Note. Da bleibt nur die Frage wie können wir das noch steigern!Mit gefüllten Bäuchen starten wir um 10:15 den Diesel, um uns von diesem schönen Platz unter der Kulisse der Windmühlen zu verabschieden. Die SMS Wettervorhersage von 3Bft bei einer Welle von 0,5m läst uns einen gemütlichen Segeltag erhoffen. Neugierig steuern wir nach 45 Minuten, als erstes die nördlicher gelegene Bucht Ormos Alinda an. Von der bereits geplanten Marina finden wir nichts, die Liegeplätze sind ungeschützt und die Umgebung lädt nicht zum verweilen ein. Der Steg wird von einem Tragflügelboot belegt und kann ev. auch von Yachten genutzt werden! Wir lassen das markante Wahrzeichen eine von den Wellen umspülte Windmühle an der östlichen Hafeneinfahrt hinter uns und nehmen Kurs auf Kalymnos.

Kalymnos Ormos Palaia

Pünktlich mit dem kleinen Hunger erreichen wir um 14:30 die Bucht Ormos Palaia auf Kalymnos. Diese weit nach Nordosten einschneidende schöne Bucht, teilen wir uns mit einer anderen Yacht. Im Hinterland hört man Ziegenglocken und ein kleiner Steg mit dahindümpelnden Fischerbooten zeugt von Leben. Unsere Überraschung ist groß, als nach kurzer Zeit ein Fischer unser Boot ansteuert und in bestem Deutsch seine nur 5 min entfernt liegende Taverne anpreist. Nikolaus hat auch sofort ein Informationsblatt parat und lockt mit einem Fest in seiner Taverne. Wir müssen ihn leider enttäuschen da wir noch weiter wollen. Beim Nachbarn hat der geschäftstüchtige Bursche mehr Glück. Er hilft dann auch sofort beim ausbringen der Landleinen, welche beim Übernachten empfohlen werden.Ein griechischer Salat im Teamwork zwischen Brigitte und mir hergestellt zusammen mit einem kühlen Rosewein und den Resten unseres Brotes schaffen schnell zufriedene Gemüter. Baden in dem kristallklaren Wasser macht richtig Freude. Ein Blick in die Unterwasserwelt zeigt leider, hier waren schon einige vor uns und haben den Zivilisationsmüll in Form von Dosen und Flaschen unschön entsorgt. Der vom Meerwasser gebleichte Ziegenkopf als Trophäe meines Schnorchelausflugs war uns dann doch lieber. Leider denken viele nicht daran, dass nach ihnen, andere diese schönen Stellen genießen wollen.Einem drittes Schiff reißt uns aus der Mittagsruhe. Eine prächtige Motoryacht, als Hintergrund für unsere Fotos bestens geeignet, aber deutlich zu groß für diese Bucht drehte eine Ehrenrunde. Der Blick zur Uhr weist uns darauf hin, die Zeit verfliegt, schon sind zwei Stunden verstrichen, es wird Zeit wir müssen  weiter.

Kalymnos Ormos Vathy
Kalymnos Ormos Vathy

Kalymnos Ormos Vathy

Die schon bekannte Bucht Ormos Vathy erreichen wir 18:30. Die besten Plätze sind schon vergeben, wir müssen einen Platz im Knie des Stegs ansteuern. Basierend auf der Erfahrung unseres letzten Besuch wird die Crew eingewiesen. Gerhard am Steuer, Lada am Anker und Brigitte als Fenderaffe. Die Ansteuerung funktioniert bestens aber Achtung direkt vor dem Steg liegen Felsbrocken, wir müssen ausreichend Abstand halten. Mit großem Abstand zum Steg belegen wir die Festmacher und bringen zusätzlich eine Bugleine zum Nachbarn aus. Da der Anker nicht fest eingefahren wurde und der Wind von Backbord kommt schnappe ich mir Schnorchel und Brille zur Überprüfung. Die Überraschung war groß, die Kette hatte sich um einen Felsbrocken gelegt und uns deshalb festen Sitz suggeriert. Mehrmaliges nachspannen des Ankers über die Winsch führt letztendlich zum Erfolg, der Anker grub sich ein.Die Tochter unseres Nachbarn fand unser Schiff interessanter wie das von Papa und sorgte für Unterhaltung. Schnell war der Informationshunger unserer Frau gestillt. Da die Crew ihr Eignerschiff in Kos liegen hat, kannten sie die Gewässer bestens, natürlich auch die Häfen und Buchten. Erfahrungen wurden ausgetauscht, auch die Frage nach der besten Taverne in dieser Bucht.  Unser Favorit „The Harbors Taverna“ war auch ihre Empfehlung, na da liegen wir wohl richtig. Während der Gemüsehändler noch direkt vom Lieferwagen seine letzten Geschäfte tätigt, läuft in der Abendsonne noch eine Gulet, ein aus Holz gefertigter, dickbauchiger zweimastiger Segler, ein. Platz ist eigentlich keiner vorhanden! Der Skipper ein absoluter Profi schafft es sein Schiff an unserer Steuerbordseite hineinzudrücken. Die Angst um ihre Schiffe bei den benachbarten Booten war unberechtigt, zu zweit manövrierten sie das große Schiff in die sich auftuende Lücke. Alle Zuschauer waren beeindruckt, nur die Damenmannschaft auf dem Gulet fand es  wohl langweilig, da war der Schatten auf dem Sonnendeck wohl schon zu weit vorgeschritten.Das Essen in der viel gelobten Taverne schmeckte auch diesmal vorzüglich, leider hatten Gerhard und die Frauen wohl einen schlechten Octopus erwischt, Montezumas Rache holte sie ein, diese Erfahrung war uns neu. Fraglich ist ob die Drei meiner Empfehlung hier, nochmals folgen würden.Der Platz Ormos Vathy war aber auch bei dieser Crew ein Highlight der Reise. Die Bilder dieses Fjordes werden immer aus unserem Langzeitspeicher abrufbar sein. Fortsetzung…

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