6 Bft

Anreise Kos Marina

Wer einen Törn in die Kykladen plant, sollte sich zum Meltemi ausreichend Informieren. Solche und andere Hinweise hatten wir reichlich gelesen und gehört.Wie es uns im Juli 2006 in der Ägäis erging und was wir rund um unseren Törn alles erlebten davon erzählt dieser Beitrag. Es ist kein Bericht von Segelprofis auf extremer Fahrt sondern von Hobbyskippern welche viel Spaß an diesem Sport haben. Viel Spaß beim lesen und immer genügend Wasser unter dem Kiel wünscht Klaus 

Yachtübernahme Kos Marina
Yachtübernahme Kos Marina

Um möglichst früh in der Marina zu sein hatten wir uns für die frühe Flugverbindung Frankfurt – Kos entschieden. Eine kurze Nacht war angesagt, Abflug 6:15 von Frankfurt, davor per Mietwagen von Esslingen nach Frankfurt. Um genügend Sicherheit für die Anfahrt zu haben bedeutete dies Abfahrt um 2:00. Der alternative Direktflug von Stuttgart wäre erst am Abend in Kos gelandet und die Schiffsübernahme erst am nächsten Morgen möglich gewesen.Nach pünktlicher Landung schnappten wir uns ein Taxi und erreichen nach 20 Minuten um ca. 12:00 die Marina.An der Yacht Carinya, einer Bavaria 44, welche uns vom Törn des Vorjahres bestens bekannt war, wurden gerade die letzten Reinigungsarbeiten vorgenommen, wir waren super in der Zeit. Während Eberhard und ich die Schiffsübernahme mit dem Base Manager von Nomicos Yachts regelten waren Rolf und Hans für den Einkauf von Getränken, Lebensmitteln und Sonstigem zuständig. Ein kleiner Supermarkt in der Marina hatte die Dinge auf Lager welche eine Yachtcrew so braucht. Selbstverständlich war der geschäftstüchtige Inhaber immer bemüht uns zusätzliche -möglicherweise notwendige- Dinge zu verkaufen. Da wir unsere Einkaufsliste aber seit Jahren pflegen und als Vorlage hatten gab er schnell auf und wir konnten innerhalb kürzester Zeit unsere Einkäufe erledigen.Die Übernahe der Yacht brachte keine größeren Überraschungen. Einige Küchenhilfen wurden schnell von dem Charterunternehmen aus dem Supermarkt besorgt und die unzureichende Anzahl dünner Leinen ergänzt. Diese Hilfsleinen sind immer unzureichend, sie haben aber auch auf diesem Törn wieder wertvolle Dienste geleistet.Um 15:00 war alles geschafft, Schiff übernommen, Lebensmittel gebunkert und Gepäck verstaut. Als letzte Pflichtübung konnte nun die Sicherheitsunterweisung der Crew stattfinden, bevor wir um 15:40 ablegten.Bei 5 Bft müssen wir das Schiff wegen des ungünstigen Liegeplatzes an der letzten Box des Steges zweimal nach vorne verholen.  Der Versuch, das Schiff mit Bugstrahlruder nach Backbord um 90º zu drehen, geht bei dem vorherrschenden Wind nicht. Der Hafenmeister, als Schlepphilfe über Kanal 77 herbeigerufen, kennt das Problem und zieht unseren Bug in die Boxengasse.

6 Bft
6 Bft

Nach einer ersten Übungsfahrt unter Segel und Motor vor der Hafeneinfahrt machen wir unter erneuter Hilfe des Hafenmeisters und seines Bugsierbootes nach etwa 2 Stunden in der Marina Kos längsseits am äußeren Kai fest. Die Manöver sowohl unter Motor wie unter Segel geben uns nach einem Jahr der Abstinenz ein erstes Gefühl für das Verhalten des Schiffes.Unser Vorhaben an diesem Tag noch bis Kalymnos zu segeln, hatten wir bereits frühzeitig über Bord geschmissen. Die Übernahme und das sonstige Prozedere hatte uns zuviel Zeit gekostet. Die relaxte Variante der Übungsfahrt war nach dem frühen Start in der Nacht angenehmer.Den Abend nutzen wir nun zu einem Spaziergang Richtung alter Hafen, ein Gelände, welches wir von unserem letzten Törn gut kennen. Um nicht sofort in einer Taverne der Tourihochburg Kos zu landen, nutzen wir die Seitenstrassen zur Uferpromenade und finden dort ein gemütliches ansprechendes Restaurant wo wir den langen Tag bei griechischer Atmosphäre ausklingen lassen.Fortsetzung…..

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