Amorgos -Fährbetrieb

Amorgos Aegiali nach Amorgos Katapola

Die SMS Wettervorhersage sieht gut aus, 5-6 Bft bei einer Welle von bis zu 2m. Die Hafenpolizei macht aber darauf aufmerksam, das sich schon zum heutigen Nachmittag Wind und Welle aufbauen. Amorgos ist von seiner Lage bei Meltemi Wind und Welle besonders an der Nordküste stark ausgesetzt. Da das Wetter für die folgenden Tage ein weiteres Anwachsen des Meltemi verspricht, beschließen wir den sichereren Hafen Katapola möglichst rasch anzulaufen. Zusätzlich bestehen dort mehr Fährverbindungen falls wir den Crewwechsel nicht wie geplant in Santorini durchführen können. Wir hatten am Vorabend diesen kurzen Schlag bereits beschlossen, jedoch aus ganz anderem Grund. Nach zwei langen Schlägen wollten wir einen gemütlichen Tag mit kurzer Strecke einfügen.

Amorgos -Fährbetrieb
Amorgos -Fährbetrieb

Um möglichst schnell bei dem noch schwachen Wind aber einer Welle von gut 2 m nach Katapola zu kommen und einen sicheren Liegeplatz zu erhalten, legen wir um 10:30 ab und fahren die kurze Strecke komplett unter Motor. Bereits um 13:00 machen wir unter Buganker (Römisch Katholisch), so wie in den meisten Häfen in Griechenland üblich, fest. Bei der angekündigten Wetterlage wird dem fest sitzenden Anker diesmal besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Erst beim zweiten Versuch sitzt der Anker so, dass wir bei kräftiger Rückwärtsfahrt eine sicheren Sitz haben. Zusätzlich haben wir sehr viel Kette gesteckt, was aber dazu führte, dass wir die Kette über das Kettenende ausfuhren. Die Sicherungsleine hält trotz mangelhafter Verbindung und wir müssen die Kette durch auffieren der Luvleine wieder einige wenige Glieder auf die Winsch legen. Auf den letzten Gliedern kann das Schiff gerade noch mit bequemen Abstand an den Kai gebracht werden, jedoch mit dem beruhigenden Gefühl einen bombig festsitzenden Anker zu haben. Wieder haben wir etwas dazugelernt. Bei zukünftigen Chartern werden wir die Kettenbefestigung prüfen um sicher zu sein, dass die Leine wirklich fest sitzt. Leicht hätten wir die Kette am Hafengrund versenken können.Unser Weg führt uns unweigerlich zum Hafenmeister um neuere lokale Wetterinfos einzuholen. Die Aussage ist eindeutig in Richtung 7 Bft und in Böen mehr, bei gleichzeitig hoher Welle von über 2,5 m. Da für zwei Crewmitglieder ein solches Wetter zu viel ist und die Vorhersage für die Folgetage noch weitere Verschlechterung verspricht, ist guter Rat teuer.Eine Überprüfung unseres Chartervertrages macht uns zusätzlich auf das Risiko aufmerksam, das ein Auslaufen bei einer Vorhersage von >6Bft nicht gestattet ist. Wer solche Dinge missachtet setzt sich und seine Crew unnötigen Risiken aus. Zusätzlich bedeutet ein Verstoß gegen den Chartervertrag das Risiko den Versicherungsschutz zu verlieren, sicherlich auch ein nicht unbedeutender Faktor.Nachdem wir mit dem Agenten der Fähre gesprochen haben und dieser in Aussicht stellt, dass unter diesen Bedingungen am Montag der Fährbetrieb eingestellt wird, ist klar, für Crew 1 ist hier schon das Ende des Törns. Am nächsten Morgen um 6:00 gibt es eine Fährverbindung über Naxos nach Santorini, welche von den Dreien gebucht wird.Fortsetzung…

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