Leros -Blick vom Kastro auf O. Panteli

Leros

Die 55 km2 große Insel Leros ist touristisch erschlossen, aber selbst in der Hauptsaison nie überlaufen.

Ferientage auf Leros bedeuten Urlaub unter Griechen. Etwa 8.000 Einwohner leben auf Leros, Hauptort ist Agia Marina, welches nahtlos in Platanos übergeht. Der Ort wird gekrönt von der der alles überragenden Kreuzritterburg auf dem Hügelkamm.

Dass der große Run der Touristen ausgeblieben ist, hat vor allem geschichtliche Gründe. Während der Zeit der Militärdiktatur, wurden politische Gefangene auf Leros einkerkern. Eines dieser Lager befand sich nahe der Ortschaft Partheni im Norden der Insel. Heute verfällt die Anlage. Sehr viel früher war die Insel Leprastation. Den wenig schmeichelhaften Beinamen „Insel der Irren“ verdankt Leros der nahe Lakki eingerichteten psychiatrischen Klinik welche lange Zeit einen wenig schmeichelhaften Ruf hatte. Für die Insel selber ist die Klinik aber als größter Arbeitgeber unverzichtbar.

Leros -Blick vom Kastro auf O. Panteli
Leros -Blick vom Kastro auf O. Panteli

Die Insel ist auf allen Seiten stark eingekerbt und hat dadurch viele geschützte Ankerplätze mit meist kurzen schmalen Sandstränden. Malerische Ortsbilder fehlen ebenso wie bedeutende Sehenswürdigkeiten. Die Insel ist stark zersiedelt, unverbaute Natur ist kaum noch zu finden. Die Hafenstadt Lakki mit ihrem großen Naturhafen wirkt wie eine verlassene Filmkulisse. Wer mit einem kleineren Schiff ankommt, wird Agia Marina bevorzugen. An der Hafenpromenade haben Tavernenbesitzer wackelige Stühle und Tische aufgestellt, im Schatten schlafen die Katzen.

Panteli

Mein Lieblingsort ist Panteli, einige Tavernen haben sich dort unterhalb der Windmühlen und des Kastros direkt an der Wasserfront angesiedelt.

Wer als Segler Panteli ansteuert erkennt die Bucht schon von weitem. Sechs Windmühlen auf dem Bergkamm und die Johanniterburg sind deutlich zu erkennen. Der winzige Hafen ist jedoch meist voll belegt. Fischerboote und zwei Yachten, mehr Platz ist im Hafen nicht. Die Lage ist traumhaft! Um die Bucht herum stehen nur wenige Häuser, und die einheimischen Fischerboote liegen dicht bei dicht auf dem Strand. Segler ankern wegen der Enge deshalb meist in der Nachbarbucht.

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