Kythnos -Hafen Mericha

Kythnos

Auf der kleinen Kykladeninsel Kythnos (ca. 100 km²), hat man erst kürzlich die ältesten Spuren menschlichen Lebens auf den Kykladen gefunden.

Der Charakter der Insel ist vorwiegend bergig, aber hin und wieder gibt es auch grüne Tupfer – Weinberge, mächtige Feigenbäume – und an der zerklüfteten Küste finden sich immer wieder verschwiegene Badebuchten. Auf der Insel leben rund 1500 Einwohner, es geht beschaulich zu.

Die Fähre legt in Merichas an der Westküste an. 8 km von hier liegt auf einem Hügelplateau der Hauptort Kythos (Chora), ein typisches Kykladendorf, in dem besonders die holzgeschnitzten Chorwände und wunderbaren Heiligenbilder in den Kirchen sehenswert sind.
Weiter südlich liegt Dryopis, der malerische alte Hauptort der Insel.
Bekannt ist Kythnos vor allem auch für seine Heilquellen bei Loutra, deren warmes, radioaktives Wasser bei Arthritis, Hautkrankheiten und Frauenleiden therapeutische Wirkung hat. Oft und zu recht besungen die der Schutzheiligen der Insel geweihte Wallfahrtskirche Panagia Kanala, die sehr schön auf einem Felsvorsprung gegenüber von Serifos liegt und auf eine weite Bucht mit herrlichem Sandstrand hinuntersieht – fast eine griechische Fjordlandschaft.

 

Inselinfo

Die beiden historischen Dörfer Chora und Dryopis liegen im Inselinnern verborgen. Ihre Bewohner gehören zu den traditionsbewusstesten der Kykladen: In keinem der beiden Orte werden Fremdenzimmer vermietet. Der Tourismus konzentriert sich so auf den Hafenort Merichas und das Thermalbad Loutra, während die Einheimischen weitgehend unter sich bleiben.

Kythnos ist die erste Insel der Westlichen Kykladen, die von den Schiffen aus Piräus angesteuert wird. Während früher der kleine Badeort Loutra als Haupthafen diente, wird seit 1976 das westlich gelegene Merichas angelaufen, das besser vor den Nordwinden geschützt ist. Besiedelt wurde Kythnos schon um 7500 v. Chr. Es besitzt damit die ältesten Siedlungsspuren der gesamten Kykladen.

Hafen Merichas

Seit seine Bucht als Hafen dient, ist der Ort Merichas zu einem Zentrum der – allerdings nicht sehr zahlreichen  Urlauber geworden. Vor allem in der Sommersaison macht er mit seinen Cafes, Tavernen, kleinen Pensionen und einem großen Hotel mit Restaurant einen freundlichen Eindruck und bietet sich als Standquartier an. Am Wochenende wird Kythnos jedoch von den Festlandsgriechen eingenommen. Wegen der Nähe zu Athen nutzen viele die Möglichkeit mit ihren Yachten zu einem Kurzbesuch. Spätestens am Sonntag so gegen 6 Uhr kehr aber wieder Ruhe ein, mit dem letzten Tageslicht brausen die PS Protze zurück zum Festland.

Strände in Merichas: Nördlich des Hafens ein mäßiger Sandstrand; Episkopi: breiter Sandstrand bei einer Kirche und vor Baumkulturen, schattig durch  Tamariskenbäume,  Kafenion; Apokroussis: ca. 250 m Sandstrand bei einer Kirche, schattig durch Tamariskenbäume, Taverne; Stin Kolona: schönster Sandstrand der Insel, auf lsthmos gelegen, kein Schatten; Flambouri: ca. 300 m Steinstrand, Trinkwasserquelle.

Essen in Merichas: Yalos, gutes, alteingesessenes Restaurant an der Uferstraße. Man sitzt direkt auf dem Sandstrand unter  schattenspendenden  Tamarisken und genießt den schönen Blick über die Bucht. Seit über 30 Jahren sorgen die WIrtsleute, zwei Brüder und Ihre Familien für das Wohl der Gäste
Inselspezialität: Sfoungato, gebackene Käsebällchen

Abends in Merichas: Akrotiri: Beliebte Openair Disco in Merichas auf dem Hügel der südlichen Bucht. Hier kann man herlich den Sonnenuntergang geniesen. Geöffnet hat die Disko nur Nachts in der Hauptsaison Juli und August von 1  bis 7 Uhr. In dieser Zeit ist dies der absolute Hit und es tummeln sich dort jede nacht bis zu 600 Besucher

Die Westküste

Nördlich von Merichas liegt die schöne Sandbucht Episkopi. Von dort kann man zu Fuß auf einem ausgetretenen Pfad die Stelle aufsuchen, an der sich einst die alte Ionerstadt Vriokastro befand, von der jedoch kaum noch Spuren erhalten sind. Doch öffnet sich nach Norden ein schöner Blick in die nächste Bucht und zum flachen Sandstrand Stin Kolona, einer Sandbrücke, die die Beinaheinsel Agios Loukas mit Kythnos verbindet. Zu diesem Strand kann man von Merichas auch mit einem Badeboot gelangen. Eine weitere ruhige Badebucht gibt es in Flambouri an der Südwestküste.

Kythnos (Chora)

Von Merichas führt eine kurvenreiche Asphaltstraße durch fruchtbare Landschaft zur Chora. Auf den kleinen Terrassenfeldern wird u. a. Gerste für die Athener Bierbrauereien angebaut. Die kleine, im 16. Jh. gegründete Inselhauptstadt Kythnos (Chora) erstreckt sich auf einem sanftwelligen Plateau in 160 m Höhe und mutet mit seinen weißgekalkten,  Bougainvillea geschmückten Häusern, Kirchen und schiefergepflasterten Wegen sehr kykladisch an. Beim Gang auf den zwei, für den Autoverkehr gesperrten, parallelen Hauptgassen und ihren Seitengassen entdeckt man kunstvoll arrangierte geometrische Figuren, aber auch Blumen, Fische und Schiffe, die mit Kalkfarbe auf die Wege gemalt sind. Hier sitzen die älteren Bewohnerinnen noch mit ihrer Handarbeit zum Plausch mit der Nachbarin.

Essen in Chora: Tu Steki: Stimmungsvolles Restaurant mit traditioneller Einrichtung an der Platia neben der Ag. Triada- Kirche. Gutes Angebot an Vorspeisen und Fleischgerichten, gelegentlich Live-Musik.

Loutra

Loutra Restaurant Cava d' Ore
Loutra Restaurant Cava d‘ Ore

Der kleine Ort Loutra hat sich neben Merichas zum Urlauberzentrum entwickelt. Berühmt wurde er durch das Thermalbad mit seinen zwei  Heilquellen, übrigens das einzige Thermalbad der Kykladen. Auf Initiative Königin Amalias, der Frau des Bayernkönigs Otto I, wurde ein Kurhotel errichtet. Das Gebäude wird heute unter dem Namen Xenia-Hotel, geführt.

Auf einer Fahrt über die Insel fallen die Trockensteinmauern auf. Man findet sie auf allen Kykladen, aber auf Kythnos und auf Andros sind sie in einer speziellen Technik errichtet. Die ohne Mörtel zusammengefügten Bruchsteine werden über große, hochkant gestellte Schieferplatten geschichtet, was den Mauern eine bizarre, geometrische Musterung verleiht.

Strände in Loutra: mäßiger Steinstrand, zwei Thermalquellen beim Xenia-Hotel; besserer Strand etwas südlich in Ag. Irini-Bucht mit Kafenion; Kanala: zwei schöne Sandstrände bei einer Feriensiedlung.

Essen in Loutra: O Koutsikos; Gepflegte Familientaverne an der Hauptstraße vor dem Ortseingang nach Loutra. Obst und Gemüse stammen aus dem eigenen Garten. Hausspezialitäten sind Kokoretsi, Ziegenbraten und Kuttelsuppe

Fotostrecke Loutra

Dryopis und Kanala

Außer der Straße nach Kythnos beginnt in Merichas noch eine zweite Straße, die in den südlichen Teil der Insel führt. Auf ihr erreicht man Dryopis. Der reizvolle Ort, einst Inselhauptstadt, gliedert sich in zwei Teile. Ebenso wie in der Chora sind die Gassen autofrei. Vom Platz mit dem Taxistand und der Bushaltestelle erblickt man links an einem Hang den stilleren Ortsteil, der von der sehenswerten Ag. Minas- Kirche überragt wird.
Lebhafter, dennoch ursprünglich geht es in dem anderen Ortsteil zu. Im Zuge der Altstadtsanierung haben sich neben einfachen Kafenia auch Snackbars und moderne Tavernen etabliert. Am südlichen Dorfende liegen eine Töpferwerkstatt und der Eingang zu einer Höhle.

Von Dryopis aus läuft die Asphaltstraße über einen Höhenrücken, von dem man weite Teile des ägäischen Meeres überblickt, und senkt sich dann hinab in die Bucht von Kanala. Ursprünglich gab es dort nur die Wallfahrtskirche der Panagia Kanala, die wegen einer angeblich wundertätigen Marienikone vor allem am 15. August und am 8. September von Pilgern besucht wird. Um die Kirche herum hat sich eine griechische Ferienkolonie entwickelt.


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