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Syros

Verwaltungs-, Handels- und kulturelles Zentrum der Präfektur ist Siros im Herzen der Kykladen, eine der dichtbesiedeltsten Inseln dieses Archipels. Während der Nordteil bergig ist, überrascht das Landesinnere mit seiner landschaftlichen Vielfalt, dem Wechsel von Hügeln und Ebenen, Äckern und Plantagen. Die Küstenlinie ist gegliedert in kleinere und größere Buchten, weit vorspringende Kaps und in zwei große Golfe: dem von Ermoupolis im Osten und dem von Phinikas im Westen.
Wie prähistorische Gräber belegen, war Siros schon in der Jungsteinzeit besiedelt. Die Funde, die man bei Ausgrabungen auf der prähistorischen Akropolis, auf dem Kastri-Hügel und bei Chalandriani gemacht hat, werden in die frühkykladische Epoche datiert.

Die “Herrin der Kykladen” Ermoupolis, Hauptstadt und Hafen von Siros, ist gleichzeitig auch unumstrittene Hauptstadt aller Kykladeninseln. Im Halbrund angelegt, mit klassizistischen Gebäuden, alten Patrizierhäusern, aber auch schneeweißen Kykladenhäuschen, die sich von den umliegenden Hügeln bis hinunter zum Hafen ziehen. Stadtzentrum ist die Platia Miaouli mit ihren hübschen Cafés. Hier steht auch das vom bayerischen Architekten Ziller erbaute Rathaus, das Standbild des Admirals des Freiheitskrieges Miaoulis und das der Mailänder Scala nachempfundene Apollon-Theater (1861). Von den vielen imposanten Kirchen verdienen besonders die Metamórphossi (Kathedrale) – und die Kímissi-Kirche sowie Agios Dimitrios , Tris lerárches und Agios Nikolaos Beachtung.

Strände

Die Strände auf Syros sind insgesamt wenig anziehend und liegen meist vor griechischen Sommersiedlungen mit Hotels.
an der Westküste: Kini: Sand-Kies-Strand in schöner Bucht, Tavernen, Strandeinrichtungen, Wasserspurt, Hotels; Galissas:  300 m Sandstrand in einer Bucht, schattig; Finikas: schmaler Sandstrand, schattig Tamarisken, Streusiedlung, Hotels, Tavernen, westlich kleine Sandbuchten; Possidonia: auch DeIIa Grazia, zwei schmale Sandstrände, schattig Tamarisken vor Ortschaft, Hotels, Tavernen; Komito: ruhige Bucht mit Kieselstrand.
an der Südküste: Megas Gialos: Sandstrandabschnitte vor Hotels; Vari: zwei kleine Sandstrände, Tavernen, Hotels; Ambela: kleine Badebucht, wenig Schatten.

Essen

Restaurants in Errnoupolis: Folia: Romantische, traditionelle Taverne mit hervorragenden inseltypischen Gerichten auf dem Vrondado- Stadthügel, prächtiger Rundblick über Ermoupolis. Tip: hin mit dem Taxi und zurück zu Fuß. Ta Giannena: Gutes Restaurant mit reicher Auswahl an griechischen Gerichten, an der nördlichen Hafenpromenade. Tou 1935: UrigeTaverne in einem ehemaligen Lagerraum für Wein. Griechische Küche, gute Nachspeisen und offener Wein. Parallel zur Hafenfront in der Eptanisou Straße. I Piatsa und Olilis:  Gemütliche Tavernen auf dem Ano Syros- Stadthügel, Panoramablick und gute griechische Küche.

Inselspezialität:  >Loukoumia>, kleine Fruchtgeleewürfel in Puderzucker.

Inselinfo

Städtisches Lehen kann auf den Kykladen nur Ermoupolis bieten, die äußerst fotogen an zwei Hügeln gelegene Hauptstadt der Kykladen. Wie die Dörfer im lieblichen Inselsüden zeugt sie von vergangenem Wohlstand. Der Inselnorden gibt sich kahl und abweisend. Syros ist das geschäftliche und kulturelle Zentrum des Verwaltungsbezirks der Kykladen. Als einzige der Kykladen bietet Syros durch die Neorion- Werft eine größere Zahl von Arbeitsplätzen in der Industrie und war daher in der Vergangenheit nie so stark von Abwanderung betroffen wie andere, rein landwirtschaftlich ausgerichtete Inseln.

Der Hafen von Syros ist nach wie vor Knotenpunkt des Archipels, hat aber seine Bedeutung als Hauptumschlagplatz des Handels im östlichen Mittelmeer, die ihm vor dem Bau des Kanals von Korinth 1893 zukam, verloren. Der Aufstieg von Piräus und Athen ließ Syros wieder in die Provinzialität zurücksinken.

Im Jahre 1207 wurde die Insel von den Venezianern besetzt, die auf dem vom Meer aus gesehen linken Hügel, dem heutigen Ano Syros, ihre Burgfestung errichteten. Während des griechischen Befreiungskampfs blieb Syros wegen seines hohen katholischen Bevölkerungsanteils neutral und von den Kämpfen verschont. Es wurde daher zum Sammelbecken vieler Flüchtlinge, vor allem aus Chios, Psara und  Smyrna.  Die  Schiffsbauer, Händler und Handelsschiffer aus Kleinasien siedelten sich um das Hafenbecken und am rechten Hügel an, sie nannten ihre neue Stadt nach Hermes, dem Gott des Handels, Ermoupolis. In kurzer Zeit machte Ermoupolis seinen Hafen zum größten Griechenlands und etablierte  sich  als  heimliche Hauptstadt. Schulen, ein prächtiges Rathaus sogar ein Opernhaus als verkleinerte Nachbildung der Mailänder Scala wurden Mitte des letzten Jahrhunderts errichtet. Diese neoklassizistischen Bauten machen noch heute das besondere Flair der Inselhauptstadt aus.

Ermoupolis

Map ErmoupolisSchon die Einfahrt in den Hafen von Ermoupolis kann man nutzen, um sich einen ersten Überblick über die große Bezirkshauptstadt der Kykladen zu verschaffen: Links sieht man das ausgedehnte Gelände der Reparaturwerft Neorion mit zwei großen Schwimmdocks, in der über 500 Menschen Arbeit finden. Entlang der Uferfront liegen zahlreiche kleine Geschäfte, Pensionen, Restaurants und Cafés. Im Hafenviertel spielt sich auch das Geschäftsleben der Stadt ab. Dahinter zieht sich das Häusermeer an zwei Hügeln hinauf die jeweils von einer Kirche überragt werden. Links auf der spitzeren Anhöhe ist es die römischkatholische Kirche St. Georg von Ano Syros, rechts auf der flacheren  Kuppe die griechischorthodoxe Anastasis- Kirche von Ermoupolis.

Vom Hafen erreicht man auf der El. Venizelos-Straße nach wenigen Querstraßen direkt das Zentrum von Ermoupolis, die weitläufige Platia Miaouli, wo sich die meisten Sehenswürdigkeiten befinden. Direkt am Platz erhebt sich über einer mächtigen  Freitreppe das 1881 nach Plänen des deutschen Architekten Ziller vollendete neoklassizistische Rathaus. An seiner linken Seite gelangt man zu dem in drei Räumen des Gebäudes untergebrachten Archäologischen Museum. Es ist eines der ältesten Museen Griechenlands und zeigt ein seltenes pfannenförmiges Tongefäß mit geritzten Spiralen, einige Kykladenidole in dem nach ihnen benannten Keros- Syros-Stil, Grabstelen und vor allem Funde aus der prähistorischen Metropole bei Chalandriani an der Nordostküste von Syros. Rechts neben dem Rathaus steht ein anderes Gebäude im gleichen Stil: der Hellas-Club der reichen Oberschicht des 19. Jhs. Heute befindet sich darin die umfangreiche Stadtbibliothek. Die Marmorstatue in der Mitte der Platia zeigt den griechischen Freiheitskämpfer und Admiral Miaoulis. In den zahlreichen Cafés, die den Platz säumen, herrscht abends ein reges, aber nicht touristisch überfärbtes Treiben. Rechts hinter der Bibliothek liegt das 1 862 eröffnete Apollontheater. Im weiteren Verlauf führt die Straße in das wohlhabende Reeder- und Händlerviertel Vaporia, das von der prachtvollen, dem Heiligen der Seefahrer geweihten Kirche Ag Ni­kolaos beherrscht wird. Vor dieser 1889 errichteten Kirche findet man in einer kleinen Grünanlage das älteste griechische Denkmal  für den  Unbekannten Freiheitskämpfer.

Auf dem 30 m höheren Nachbarhügel Ano Syros wohnten bis zur Gründung der Unterstadt fast nur Katholiken. Die älteren Stadtviertel haben ihr mittelalterliches Gepräge bis heute behalten. In den engen Gassen mit verwinkelten Treppenwegen findet der Autoverkehr keinen Platz. Die Häuser dieser von den Venezianern im 13. Jh. befestigten Stadt präsentieren sich bescheidener, aber auch maleri­scher. Unterhalb des Gipfels stößt man auf das alte Kapuzinerkloster, gegründet 1633, und das Jesuitenkloster mit der kleinen Johanneskirche, das unter dem Schutz des französischen Königs Ludwig XV. errichtet wurde.  Einige Schritte weiter steht man auf dem Gipfelplateau vor der 1834 zur heutigen Gestalt erweiterten  katholischen Bischofskirche St. Georg.

Der Inselsüden

Auf der Fahrt nach Kini an der Westküste stößt man nach ungefähr 6 km auf das links der Straße liegende orthodoxe Frauenkloster Agia Barbara. In dem Kloster werden Waisenkinder betreut, die dort in der Arbeit am Webstuhl unter­wiesen werden. In einem Ausstel­lungsraum kann man die Teppiche und Webarbeiten auch erwerben. Kini, ein kleines Fischerdorf, das immer häufiger von Urlaubern besucht wird, besitzt einen kleinen, steinigen Strand und vor allem einige gute Fischtavernen. Der Badeort, der von Ermoupolis gut mit dem Bus zu erreichen ist, bietet neben einem Hotel sogar eine Diskothek. Über Danakos erreicht man Galissas mit einem schönen, schattigen Sandstrand am Ort und einem südlich gelegenen, der als Nacktbadestrand freigegeben ist. Galissas besitzt einige Pensionen und Tavernen sowie zwei Campingplätze.

In der Badebucht Finikas an der Südwestküste findet man lediglich einen kleinen Strand und an der Strandpromenade ein großes Ausflugsrestaurant, das jedoch nur in den Sommermonaten geöffnet ist. Auf dieser Seite der Insel gibt es viele Gemüsefelder und Treibhäuser, deren Erzeugnisse sogar nach Rhodos exportiert werden. Über Possidonia (auch Della Grazia genannt), wo die Sommervillen der wohlhabenden Syrioten liegen, und Vari führt die Straße am Flughafen vorbei zurück nach Ermoupolis. Man sollte seinen Standort in der Hauptstadt beziehen und sich ein paar Tage vom Treiben dieser kykladischen Großstadt ohne besondere touristische Attraktionen mitreißen lassen.

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2 Kommentare zu -Syros

  1. Mirjam schrieb am: 20. Februar 2010 um 22:01

    Kann jemand eine gute Unterkunft / Zimmer auf Syros empfehlen??? Fahre in anderthalb Wochen auf die Insel.

  2. Martina Kaldek schrieb am: 12. Juni 2009 um 15:12

    Ich habe viele meiner Urlaube auf Syros, in Galisas verbracht. Besonders in den Jahren 87-95 war ich jedes Jahr dort und verbrachte eine schöne Zeit. Besonders die Einheimischen mit ihrer Gastfreundschaft und ihrer Herzlichkeit haben es mir angetan.2000 war ich dann das letzte mal dort, und es war wie immer- das kleine Moped, Angelas Pension mit der überbordend fröhlichen und takräftigen Angela und ihrem Mann Michailis, yassu-yiannis Taverne- die kleinen Ausflüge nach Hermoupolis, die Bouzukia in Kini- Syros ist in meinem Herzen für immer ein Sehnsuchtsort- und ich komme wieder dorthin, das steht fest!

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