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    • Klaus: Bin gerade aus dem Algäu zurück und habe dort mit...
    • Ursula Mörsdorf: Hallo ist es möglich eine Alpe zu Pachten
    • Klaus: Grundsätzlich teile ich Deine Meinung zu...
    • Werner: Kann ich NICHT bestätigen! Ich war letzte Woche...
    • Marino: Only today I discovered this page, let me...

Paros

Schon in der Antike war Paros eine bedeutende und wohlhabende Insel, denn der Parische Marmor galt als der edelste der Welt und wurde in aller Herren Länder exportiert. Heute präsentiert sich die Insel als Ferienparadies mit wunderschönen Stränden, blumengeschmückten Dörfern und vielen historischen Sehenswürdigkeiten, darunter ein antiker Marmorstollen.

Paros gehört neben Mykonos und Santorin zu den bekanntesten Kykladeninseln. Aufgrund der guten Verkehrsverbindungen  seit 1982 gibt es einen Flugplatz, der zahlreichen schönen Strände und vor allem der beiden reizvollen Orte Parikia und Naoussa ist Paros in der Hochsaison recht überlaufen.

Landschaftlich wirkt die Insel trotz des 755 m hohen Agios Ilias-Massivs sanft und besitzt große fruchtbare Ebenen. Die landwirtschaftliche Produktion konnte sogar gesteigert werden, so dass die Bauern nicht nur für den Eigenbedarf produzieren. An erster Stelle steht natürlich die Weinherstellung, doch daneben baut man auch Gerste an, die den Athener Bierbrauereien geliefert wird. In Naoussa besitzt Paros einen der größten Fischerhäfen der Kykladen mit etwa 50 hauptberuflichen Fischern. Dennoch ist der Fremdenverkehr der bedeutendste Wirtschaftsfaktor: Viele Einwohner von Paros verdienen in den vier Sommermonaten den größten Teil ihres Jahreseinkommens.

Die Orte im Landesinnern leiden wie die meisten Kykladendörfer unter Abwanderung, doch aufgrund der touristischen Entwicklung und des Wachstums der Küstenorte hält sich der Bevölkerungsrückgang insgesamt in Grenzen

Strände

Strände bei Parikia: Ortsstrand Parikia: kleine Sand-Kiesstrände, verschmutzt; Ag. Fokas:  nördliche Bucht, Ausflugshotel: langer, schmaler Sandstrand ohne Einrichtungen. Die Strände von Parikia sind im Sommer oft überfüllt; Souvlia: auch Delfi, 1 km südlich von Parikia: kleine Bucht mit Taverne.

an der Südküste: Alikj: Ortsstrand, Sand-Kies-Strand hei Fischerhafen, Hotels, Restaurants, Windsurf- und Segelschule, Bootsverleih, Bootsausflüge.

Strände bei Naoussa: Kolymbithres: an der westlichen Bucht, Ausflugshotel: Sand-Kiesel-Strände, mehrere Tavernen, Surfbrett- und Tretbootverleih; Ag. Ioannis: auch <Monastiri< nördlich vom Kolymbithres, Sandabschnitte zwischen Felsen, FKK, Surfen und Tretboote, kein Schatten; Langeri: (östliche Bucht, Ausflugshotel: langer, schmaler Sandstrand mit Dünen, FKK, Surfing; Santa Maria: Nordostküste, Ausflugshotel: lange, feinsandige Bucht,  Dünen, Surfing ;viel Wind; Brettverleih, schöner Küstenwanderweg nach Ambelas.

Strände an der Ostküste Ambelas: Ortsstrand, Sand- Kindsabschnitte, Hotels, Restaurants ruhig; Molos:  500 m langer, schmaler Sandstrand mit Dünen in ruhiger Bucht Tavernen; Pisso Livadi: Ortsstrand 150 m flacher Sand-Kies Strand in kleiner Bucht, schattig, Tretbootverleih, Restaurants, Ausflugsboote nach Naxos; Logaras: (1km südlich von Pisso Livadi) 500 m Sandstrand, Windsurfschule, Taverne am Strand; Dryos/Chrissi Akti: (nördlich von Dryos, 1 km Sandstrand mit Dünen >Golden Beach<, schattig Tamarisken, Hotels und Appartements, Windsurfschule, gut besuchter Familienstrand

Essen

Restaurants in Parikia: Lobster  House:Freundliche Taverne mit reicher Auswahl an frischem Fisch, Fleischgerichten und Weinen, 200 m landeinwärts vom Anleger hinter dem Hotel Galini. Nissiotissa: Urgriechische Taverne mit guter Kost und Atmosphäre, der Wirt Dimitri fährt selbst zum Fischen hinaus. Gegenüber dem neuen Gesundheitszentrum. Porphyra: Exklusives Fischrestaurant mit ausgefallenen Meeresspezialitäten, neben dem antiken Friedhof.

Parostia: Gutes Restaurant in der Altstadt, in der Nähe des Widerstandskämpfer- Platzes. Tische in drei unterschiedlichen,  idyllisch  anmutenden Gartenarealen.

Restaurant in Naoussa: Zorbas: Einfache, gute Taverne am Hauptplatz mit griechischer und internationaler Küche, gute Auswahl an Paros- Weinen.

Restaurants Lefkes: Kafenion Loukis: Sehr schönes Kafenion in einem über 100 Jahre alten, klassizistischen Haus; an einem schiefergepflasterten Platz im Zentrum von Lefkes gelegen; Treffpunkt der einheimischen Männer

Abends:    Bouzoukia Elitas: Im Sommer auch open-air, 2,5 km außerhalb von Parikia an der Straße nach Lefkes.

Parikia

Map ParikiaEtwa 2000 Einwohner leben in der Haupt- und  Hafenstadt Parikia, auch Paros oder Chora genannt, im Westen der Insel. Die Stadt erstreckt sich etwa 1 km entlang der südlichen Hafenbucht und wird von dem 15 m höher liegenden Kastro- Viertel, dem ältesten Teil der Stadt, überragt. Parikia gehört neben Mykonos zu den schönsten Siedlungen der Kykladen. Die traditionelle Architektur, die kleinen hibiskus- und oleandergeschmückten Gassen, die alten Marmorbrunnen, die unzähligen weißgekalkten Kirchen und die Fischerboote am Strand verleihen dem Städtchen trotz des Trubels der zahlreichen Besucher einen malerischen Charakter. Darüber hinaus bietet der Ort heute alles, was der Tourist erwartet: ausgezeichnete Tavernen und Restaurants, eine Vielzahl von Cafes und Bars, Souvenirläden, Pensionen und Privatzimmer.

In der alten Windmühle am Hafen, dem Wahrzeichen des Ortes, ist die Touristenpolizei untergebracht. An der großen Platia “Ethnikis Antistasis”, die griechischen Widerstandskämpfern gewidmet ist, beginnt die Hauptgeschäftsgasse von Parikia. Dort befinden sich auch die beiden Banken der Stadt. In eine der Quergassen nach rechts abbiegend erreicht man den Kastro- Hügel, der seit der Bronzezeit durchgehend besiedelt ist. Der Demeter- Tempel, der in der Antike auf der Anhöhe gestanden haben soll, ist allerdings nicht mehr erhalten. Jede nachfolgende Kultur baute über den Fundamenten der Vorgänger und benutzte häufig das Restmaterial zum Bau der eigenen Gebäude und Kirchen. Das beste Beispiel dafür ist der venezianische Wachtturm, bei dessen Bau antike Säulen und andere Fragmente verwendet wurden. Auf der Spitze des Hügels, wo früher das venezianische Kastell stand, findet man heute die Kirche des Ag. Konstantinos mit einer wertvollen holzgeschnitzten Ikonostase (Altarwand).

In der Nähe des Hafens  150 m stadteinwärts – liegt die berühmteste Kirche von Paros und größte kunsthistorische Sehenswürdigkeit der Insel, die Kathedrale Katapoliani. Der älteste Teil, die Nikolaos­ Kapelle auf der linken Seite, entstand im 4. Jh. n. chr. Die Kirche wurde vor einigen Jahren restauriert, wobei das Naturmauerwerk der Hauptkirche wieder freigelegt wurde. Im Innern sind vor allem die Marmorikonostase mit großen Ikonen des 17. Jh., der Bischofsthron und rechts der Hauptkirche die Taufkapelle mit dem kreuzförmigen Taufbecken sehenswert. Die äußerst seltenen kleinen Amphitheater befinden sich in den Apsiden der Ag. Nikolaos- Kapelle und der Hauptkirche. Hier versammelten sich früher die Geistlichen. Originell ist der Glockenturm: eine hohe Zypresse im Hof. Sakrale Gegenstände und Ikonen auch anderer Inselkirchen sind in einem Museum untergebracht. Hinter der Kirche befindet sich das Archäologische Museum von Paros. Es zeigt unter anderem Marmoridole von Plastiras, die vom üblichen Stil der Kykladenkultur abweichen. Sie datieren aus der frühen Bronzezeit, für die eine Besiedlung der Insel an der Stelle des heutigen Parikia nachweisbar ist. Neuer Bestandteil der Sammlung sind  Fundstücke  vom  antiken Friedhof an der Uferpromenade, der erst kürzlich freigelegt wurde. Als Prunkstück besitzt das Museum ein Fragment der >Parischen chronik, die in einer Wand des Kastells eingemauert war und Ereignisse aus der Geschichte der Insel auflistet.

Wegen des herrlichen Blicks auf Mykonos und die heilige Insel Delos lohnt sich eine Wanderung zum Dilion, einem Heiligtum der loner an der Nordwestküste. Erkennbar sind noch die Fundamente des Tempels.

Naoussa

Das zweite touristische Zentrum von Paros liegt an der Nordwestküste. Etwa in der Mitte zwischen Parikia und Naoussa zweigt nach rechts ein Feldweg zu dem 1638 gegründeten Mönchskloster Longovardas, dem größten Kloster der Insel, ab. Die ausgedehnte Anlage wird noch bewohnt und galt früher mit ihrer reichhaltigen Bibliothek geistiges Zentrum von Paros. Die Kirche mit schönen Wandgemälden darf nur von Männern besichtigt werden (9.30-12 Uhr, angemessene Kleidung!).

Der idyllische Fischerort Naoussa mit seinem fast kreisrunden Hafenbecken und der angrenzenden Altstadt gehört zu den schönsten

Hafenorten Griechenlands. Da die Fracht- und Passagierschiffe nur Parikia anlaufen, gehört Naoussas Hafen ganz den Fischern, die jeden Tag am Kai ihre Netze überprüfen. Die Uferlinie ist von Tavernen und Cafes gesäumt und vor allem am Abend ein beliebter Treffpunkt der Urlauber. Da am Rand des Ortes inzwischen zahlreiche Hotels entstanden, sind die Strände der Bucht von Naoussa im Sommer oft restlos überfüllt. Mit kleinen Motorbooten kann man dann zu den entfernteren Buchten von Kolymbithres und Ag. bannis (offizieller FKK-Strand) im Westen sowie Langen im Osten ausweichen.  Der Santa Maria-Strand an der Ostküste eignet sich besonders für Surfer, da hervorragende Windverhältnisse bestehen.

Die Ostküste

Das größte Dorf an der Ostküste ist Marpissa mit drei alten Windmühlen im Zentrum. Ein Fußpfad führt von der Platia auf den markanten, 200 m hohen Kefalos- Berg mit der Ruine eines venezianischen Kastells. Über das Meer blickt man auf das nur 5 km entfernte Naxos und seine weißleuchtende Chora. An der Küste findet man einige schöne Strände, alle mit Tavernen, Pensionen und häufig auch Windsurfschulen. Am besten erschlossen ist der Pisso Livadi-Strand, dort starten in der Saison häufig Fährboote nach Naxos. 

An der Nordwestflanke des Kefalos liegt das Dorf Marmara mit der Molos- Bucht, ein ruhiger, 500 m langer  Dünenstrand.  Vorbei  an weiteren kleinen Sandstränden erreicht man vor Dryos im Süden den <Golden Beach<, den schönsten Dünenstrand von Paros, zu dem es auch eine Busverbindung von Parikia aus gibt. Der Golden Beach und der sich  nördlich anschließende  Tserdakia-Strand sind weltweit bekannte Windsurfreviere. Zwischen Juli und Septemher liegt hier der Anteil der Winde mit 5-8 Beaufort hei über 70 %.

Marathi und Lefkes

Das Bergdorf Lefkes, die alte Inselhauptstadt, ist von Parikia über Marathi auf einer Asphaltstraße zu erreichen. Bei dem Weiler Marathi 4 km, führt nach rechts eine Piste zu den antiken Marmorbrüchen. Man kann einige dieser Stollen besichtigen, braucht aber unbedingt Taschenlampe und feste Schuhe. Es werden aber auch organisierte Besichtigungstouren durchgeführt.

 Lefkes, das schönste Dorf der Insel  mit einem  mittelalterlichen, verwinkelten Zentrum, liegt inmitten von Terrassenfeldern, die noch vor wenigen Jahrzehnten intensiv bewirtschaftet wurden. Der Ort in 250 m Höhe blickt weit über die Ägäis. Die alten, engen Dorfgassen öffnen sich immer wieder zu kleinen Plätzen, an denen stattliche Häuser und schöne Kirchen stehen. Sehenswert ist die nach der griechischen Unabhängigkeit 1830 erbaute Dreifaltigkeitskirche aufeinem Plateau im Osten des Ortes.

Das Schmetterlingstal

Ein schöner Ausflug führt über das Frauenkloster Christos sto Dassos in das Petabudes- Tal, dessen üppige Vegetation in den Sommermonaten ein einzigartiges Biotop riesiger Schmetterlingsschwärme ist (Busfahrten ab Parikia). Auch wenn man die legendären Schmetterlinge am Ausflugstag nicht sieht, ist dieses Tal mit seiner Quelle und dem dichten Baumbestand durchaus einen Besuch wert. Das Frauenkloster kurz vor dem Tal wurde im Jahre 1792 als Stiftung der parischen Familie Mavrogenous gegründet; dort werden die Reliquien des hl. Arsenios verehrt, der im letzten Jahrhundert auf Paros lebte und 1967 heiliggesprochen wurde.

Parischer Marmor

Schon in der Antike galt der Marmor von Paros als der edelste und kostbarste Stein der Welt. Im Gegensatz zu den Tagebaubrüchen von Naxos wurde der parische Marmor in unterirdischen Stollen abgebaut. Man nannte ihn den Lichnires, den >Durchscheinenden<, denn es han­delt sich um ein reinweißes Gestein, das bis zu einer Stärke von 10cm noch Licht durchschimmern läßt. In poliertem Zustand scheint er eine fast transparente Oberfläche zu haben. Der Stein wurde weithin ex­portiert und spielte vor allem in der antiken Großplastik eine bedeu­tende Rolle. So wurden die <Venus von Mib<, die Hermesstatue in Olympia und die Koren des Erechteion auf der Akropolis aus pan­schem Stein gemeißelt, und zahlreiche Tempel in Athen, in Epidauros, in Delphi und auf Delos entstanden daraus. Selbst für das 1844 im Pariser Invalidendom errichtete Grab Napoleons holte ein französisches Expeditionskorps eigens eine Ladung Marmor aus Paros. Der Stein ist immer noch ein wichtiger Exportartikel der Insel; heute wird er jedoch im Tagebau gewonnen.

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