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  • Kommentare

    • Klaus: Bin gerade aus dem Algäu zurück und habe dort mit...
    • Ursula Mörsdorf: Hallo ist es möglich eine Alpe zu Pachten
    • Klaus: Grundsätzlich teile ich Deine Meinung zu...
    • Werner: Kann ich NICHT bestätigen! Ich war letzte Woche...
    • Mathias: Danke, perfekt, so schnell hat noch selten etwas...

Blaue Reise von Marmaris bis Kas

Blaue Reise von Marmaris bis Kas [Kaunos]  [See von Köycegiz]  [Köycegiz]  [Dalyan]  [Links Kaunos]  [Fethiye]  [Ölü Deniz] [Links Fethiye] [Kalkan]  [Links Kalkan]  [Patara]  [Links Patara]  [Kas]Bei der Planung unseres ersten Törns an der lykischen Küste sind wir mit der klaren Absicht nach Marmaris angereist die dargestellte Route zu wählen. Der Gedanke war, weg vom Massentourismus mit der großen Schar von Gulets welche in Marmaris liegen.Bei der Ankunft und nach den ersten Vorgesprächen mit unserem Skipper stellten wir jedoch fest, dass durch die aktuelle politische Situation (Krieg im Irak) der Tourismus in der Türkei massiv zusammengebrochen war. Die sonst beliebten Routen Richtung Bodrum, selbstverständlich auch in andere Richtungen, fanden kaum Zuspruch und die Schiffe lagen in großer Zahl im Hafen fest.Kurzfristig nutzen wir deshalb die Chance und warfen alle Pläne über den Haufen um die Blaue Reise Richtung Bodrum zu starten. Sicherlich werden wir unseren Plan Richtung Kas zu segeln bei nächster Gelegenheit erneut aufgreifen.

Kaunos

Inmitten des herrlichen Naturschutzgebietes von Dalyan liegt die antike Stätte Kaunos, Eine wohlhabende Stadt, die für Fischfang und Sklavenhandel bekannt war. Die Fahrt durch das meterhohe Schilf des Dalyanflusses ist ein einzigartiges Erlebnis. Lediglich mit kleinen Booten ist es möglich, durch die gewundenen Schilfkanäle zu tuckern. Die lykischen Felsengräber, die am steilen Hang in den Stein gemeißelt sind, bilden die außergewöhnliche Kulisse für dieses Naturschauspiel. In den heißesten Monaten des Jahres erscheinen regelmäßig die Riesenmeeresschildkröten Caretta Caretta, um in den feinen Sand an der Dalyanmündung ihre Eier abzulegen.In der Geschichte spielte die antike Stadt Kaunos, Dalyan gegenüber und an der Grenze zwischen Karien und Lykien gelegen, keine herausragende Rolle. Auch die Überreste überwältigen nicht, werden aber bei organisierten Ausflügen angefahren, weit die Region zwischen Marmaris und Fethiye relativ arm an antiken Stätten ist. Vom Bootsanleger sieht man oben im Fels Grabfassaden im Stil ionischer Tempel. Von der Stadt blieben Theater, Tempel, Thermen, Nymphäum und verlandete Hafenanlagen. Der Aufstieg auf die Akropolis wird mit einem schönen Rundblick belohnt.Schon im Altertum wurden die Einwohner der antiken Stadt Kaunos am Ausfluss des Sees wegen ihrer grünlichen Gesichtsfarbe verspottet, wahrscheinlich weil Malaria hier eine Alltagskrankheit war. Die berühmten Felsgräber aus dem 4. Jh. v. Chr. mit einer imposanten Reihe von Tempelfassaden im ionischen Stil sind von der Anlegestelle der Fährboote am besten zu sehen. Am größten, unvollendeten Grab erkennt man, dass sie von oben nach unten aus dem Fels gemeißelt wurden. Die Steinmetze und später die Bestatter mussten sich an der Steilwand abseilen.Die eigentliche Stadt lag weiter zum Meer hin. Auf dem Sattel unterhalb des Akropolis Hügels stehen römische Thermen, eine christliche Basilika und das runde Podest eines Tholos Tempels, daneben der hohe Bau des gut erhaltenen Theaters. Unterhalb des Sattels überblickt man den heute vom Meer abgeschnittenen Hafen, seine Verlandung brachte schon in spätrömischer Zeit das Ende von Kaunos. Am Abstiegspfad liegen ein Anten Tempel, ein Nymphaion, weiter unten markiert eine Stoa die Agora, an der sich auch ein unter Vespasian errichtetes Brunnenhaus erhob. Der ziemlich mühsame Aufstieg zur Akropolis (vom Theater aus) lohnt vor allem wegen des Blicks über Stadtruinen und das von silberglitzernden Wasserstraßen zerteilte Flussdelta.

See von Köycegiz

See von KöycegizIm Becken von Köycegiz kommen auf engstem Raum vielfältige Landschaften zusammen. Da ist zunächst der gleichnamige See. Meerwärts entwässert ihn der Dalyan Fluss, der sich schon nach wenigen Kilometern in ein Labyrinth verschilfter Kanäle auffächert. Dieses Feuchtgebiet mündet in die Lagune von Dalyan, die ein schmaler Dünenstreifen aus feinem Sand vom offenen Meer trennt. Zahlreiche Tierarten leben in diesem abwechslungsreichen Biotop. Pelikane, Kormorane und Reiher gehen auf Fischfang, Störche stochern in Sumpfwiesen nach Nahrung, die gleichzeitig Watvögeln als Rastplatz dienen. Auf kleinen Inselchen tummeln sich Zwergnattern, (ungiftige) Sandboas und andere Reptilien. Der Dalyan Fluss ist die Heimat der Afrikanischen Weichschildkröte und des Otters. An den Ruinen von Kaunos bauen Felsenkleiber ihre Nester, und im Sand der Nehrung verbuddelt die Karettschildkröte ihre Eier.In den Auwäldern des Köycegiz Sees gibt es reiche Bestände des Amberbaums. Sein süßlich leicht nach Vanille duftendes Harz, das nach vorsichtigem Anschneiden der Rinde austritt, an der Luft verklumpt und so bequem geerntet werden kann, ist ein gesuchter Rohstoff der Parfümindustrie. In der Naturheilkunde spielt das aus dem Harz destillierte ätherische Öl eine Rolle, die orthodoxe Kirche verwendet Amber als Weihrauchersatz. 

Köycegiz

ist eine beschauliche Kleinstadt, 2 km südwestlich der Straße 400, 40 km vom Flughafen Dalaman, 65 km von Marmaris. Der Ort hat viel vom türkischen Lebensstil bewahrt, da es hier keine Großhotels gibt. Nur wenige Urlauber besuchen das Städtchen am Nordufer des Sees. Es liegt zu weit ab von den Stränden und konnte sich deshalb seinen türkischen Lebensstil bewahren. Die Restaurants an der Hafenmole servieren Meerbarben aus dem See zu unverschämt niedrigen Preisen. Montags gibt es einen großen Markt, und im Sommer fahren Dolmus Boote über den See nach Dalyan und Kaunos.

Dalyan

Das Dorf gegenüber vom antiken Kaunos machte Schlagzeilen, als Umweltschützer hier den Bau eines großen Hotelkomplexes verhinderten, um damit die Brutgebiete der Meeresschildkröte zu schützen. Der Artenvielfalt hat dieser Protest letztlich wenig geholfen. Zwar steht ein Teil des Schildkrötenbrutgebiets am Iztuzu Strand nun unter Schutz und bleibt für Badegäste gesperrt. Der Rummel um die Panzertiere die jetzt als Werbeträger für Dalyan herhalten müssen, hat dem Dorf aber einen kometenhaften Aufstieg als Urlaubsziel beschert. Eine Armada von Ausflugsschiffen belagert tagsüber den »Turtle Beach«, und die Boote der Dalyan Fischer bringen die Urlauber im Fünfminutentakt durch die Lagune, über die fettiger Dieselgestank wabert.Bis 19 Uhr dürfen sich die Ausflügler auf der Westspitze tummeln, dann ist der Schildkrötenstrand  gesperrt. Die urtümlichen, bis 1,5 m langen Unechten Karettschildkröten dagegen kommen nur nachts zur Eiablage an den Strand ein Weibchen auch nur alle 2 3 Jahre einmal an genau den Strand, an dem sie selbst geschlüpft ist. Die Jungtiere graben sich ebenfalls nachts aus dem Sand. Stört man ihren Wettlauf mit dem Tod zum Meer, bei dem sie sich an der Reflektion des Mondlichts orientieren, durch künstliche Lichtquellen, können rasch ganze Populationen ausgelöscht werden. Doch auch durch den Badebetrieb nehmen die Gelege Schaden wer auch nur ein Fünkchen ökologisches Verantwortungsbewusstsein hat, verzichtet auf diesen Strand!Eine gute Badealternative bietet die Bucht von Ekincik, fast noch als Geheimtipp gehandelt, westlich des Sees am Meer gelegen. Die idyllische, von Kiefern gerahmte Bucht ist eine türkische Sommerfrische mit wenigen Restaurants und Hotelpensionen, wird aber auch gern von Seglern besucht.Besonders beliebt als Ausflugsziel sind heute die Schlammbäder von Horozlar Köyü, wo man sich in warmem Schwefelschlamm suhlt ob sie auch verjüngen, wie versprochen wird, muss man selbst ausprobieren. Der schwarze Heilschlamm soll bei Durchblutungsstörungen Besserung bringen, während die Thermalbäder von Sultaniye Linderung bei Gicht und Rheuma versprechen.

Links Kaunos
  • Kaunos Tours Kaunos Tours ist ein kleiner freundlicher Veranstalter
Fethiye

Das Städtchen Fethiye, seit dem Mittelalter der bedeutendste Hafenort zwischen Izmir und Antalya, versteckt sich in der hintersten Ecke eines weiten Golfs mit zahlreichen Inselchen, den mit Kiefern bedeckte Bergketten malerisch umarmen. Der Tourismus konzentriert sich auf den Hafen, der heute als Jachtmarina dient, die Bilderbuchbucht Ölü Deniz und den Strand bei Calis im Norden. So blieb Fethiye eine Kleinstadt mit viel türkischem Alltagsleben. Die Seitengassen vor dem Hafen ausgeschildert als Altstadt(!) sind ein vor allem nachts äußerst lebendiges Restaurantviertel.Besonders schön ist der große Markt, auf dem Sie alles bekommen, was in der Region produziert wird. Gleichzeitig dient er als Treffpunkt und Informationsbörse der hier wohnenden Bevölkerung. Unzählige Gassen durchziehen den Ort. Dort finden Sie gemütliche, kleine Restaurants, Cafés und Bierstuben, deren Tische und Stühle häufig die ganze Straße einnehmen. Autoverkehr gibt es nur auf den Hauptwegen, ansonsten schlendert man zu Fuß und genießt den Flair dieses mediterranen Ortes.Strände gibt es zum einen, nördlich von Fethiye, an der Calis-Bucht, zum anderen natürlich am Ölü Deniz, der berühmten, äußerst malerischen Lagune, die wohl zu denen am häufigsten abgebildeten Motiven der Türkei zählt! Folgt man der Küste bis zum Örtchen Göcek in der Nordwestecke des Golfs von Fethiye, so erreicht man ein Örtchen das mit seinem neuen Jachthafen eine ruhige Meerpromenade mit fast mondänem Flair bietet.

Ölü Deniz

Der in 25 km Entfernung von Fethiye befindliche Ort Ölü Deniz (das tote Meer) ist ein Naturwunder mit herrlicher Aussicht und kristallklarem Wasser. Das Tote Meer ist heute jedoch ein gebührenpflichtiges Freibad und in der Saison restlos überlaufen.Direkt am Ölü Deniz geht es naturgemäß touristischer zu. Dort herrschen Badeurlaubsrummel, was vor allem heulende Jet?Ski?Boote bedeutet und besinnliche Urlaubsruhe zumeist verhindert. Dafür ist die Landschaft aber auch einmalig, und es gibt kaum einen schöneren Platz für Badefreuden in glasklarem Wasser, als dort! Eine Fahrt in die gebirgige, fast einsame Umgebung, teilweise mit einer Steilküste, die mehrere hundert Meter in die Tiefe stürzt, bietet atemberaubende Ausblicke und gehört zu dem landschaftlich Schönsten, was die Türkei zu bieten hat!

Links Fethiye

 

Kalkan

Zwischen Fethiye und Kemer bei Antalya gibt es zwei angenehme Standquartiere, Kas und das noch vergleichsweise ruhige Kalkan, ein an den steilen Felshang geschmiegter, noch recht ursprünglich wirkender Fischerort ohne Sehenswürdigkeiten.Die Häuser des Dorfs werden heute von einer Moschee überragt. Jahrhundertelang bildeten die Griechen die Bevölkerungsmehrheit, woran die griechischen Stilelemente vieler Häuser in Hafennähe erinnern. Kalkan und Kas sind zwischen Fethiye und Antalya die einzigen Küstenorte, in denen in etwas größerem Umfang Fischfang betrieben wird, doch gibt es auch hier keine fischverarbeitende Industrie. Die Bewohner von Kalkan besitzen Obstgärten, Felder und Weiden in den Bergtälern oberhalb der Ortschaft, wo sie traditionell die Sommermonate verbrachten. Erst der nach 1980 einsetzende Tourismus sorgte nun auch im Sommer im Dorf für Betrieb. Teppich?, Textil? und Souvenirläden sind entstanden, kleine Hotels und Pensionen bieten Unterkunft in familiärer Atmosphäre.Wer nachts viel erleben will, kommt in Kalkan kaum auf seine Kosten. Wie ein antikes Theater staffelt sich der Ort auf mehreren Terrassen über dem Anfang der 90er Jahre ausgebauten Jachthafen. Der alte Ortskern ist der Architektur nach noch griechisch geprägt, an den Rändern entstehen nun Hotels und Ferienhäuser reicher Istanbuler. Da den alteingesessenen Landbesitzern das nötige Kapital fehlt, verkaufen sie an Holdings oder Geschäftsleute, die den Tourismus als renditestarken Sektor entdeckt haben. Das Geschäft mit den Touristen machen dann andere: Die jungen Türken, die so erstaunlich gut Deutsch sprechen, kommen meist aus Istanbul, Ankara oder Izmir, sogar aus Deutschland reisen türkische Studenten zum Ferienjob in die Küstenorte. Side und Marmaris haben diese Entwicklung längst hinter sich, in Kalkan hat die Kommerzialisierung mit den Souvenirläden rund um den neuen Dorfplatz erst begonnen. Doch noch immer gibt es hier die Schneiderboutiquen, deren Kundschaft vor allem Rucksacktouristen waren. Sie bieten handgearbeitete Sommermode in traditionellen Schnitten anstelle der sonst üblichen Markenkopien aus der Fabrik an.Gute Strände gibt es in Kalkan selbst nicht, man muss schon etwas fahren. Nur 5 km von Kalkan entfernt und bequem mit Dolmus (Kleinbus) oder Taxi zu erreichen, liegt Kaputas Beach. Dieser Postkartenstrand ist eingebettet in eine Felsenschlucht und nur ca. 200m breit. Besonders reizvoll ist es an etwas windigen Tagen, da erreichen die Wellen eine Höhe von bis zu 3m, die sich mit Wucht am Ufer brechen. Die Brandung hat es an solchen Tagen in sich! Auch die >Blaue Grotte< (Mavi Magara) ist ein beliebtes, wenn auch keineswegs mit Capri vergleichbares Ausflugsziel.  Wer statt Kies eher Sand, statt Felswänden eher Dünen mag, fährt nach Patara.

Links Kalkan
  • Die Lokale in Kalkan sind allgemein recht ok, die am Hafen bieten eine schöne Aussicht.
  • Dieser zauberhafte Ort schmiegt sich pittoresk an einen Hang und fasziniert seine Besucher mit engen Gassen, liebevoll restaurierten Gebäuden und vielen typischen Lokalen rund um den schönen Yachthafen

 

Patara

Patara liegt ca. 8 km nordwestlich von Kalkan und ist eine bedeutende antike Hafenstadt, deren Ruinen vom Flugsand überweht sind. Der feine, 12 Kilometer lange, Sandstrand von Patara gehört zu den Eiablagegebieten der Karettschildkröte.Die faszinierendste Strand-Sand-Dünen Landschaft der ganzen türkischen Küste gibt es hier. Gewaltige Dünen über den Ruinen des alten Patara, alles ist ein großes Naturschutzgebiet. An diesem Strand dürfen, auch weil er ein Nistplatz der Meeresschildkröten ist, keine Hotels gebaut werden. So hört man nur die Wellen und den Wind, der weiter die Sandkörner aufschichtet. Ein Platz für Menschen, die sich ihr Verständnis für die Natur bewahrt haben und Ruhe zu schätzen wissen. Auch wenn es abends im Ort manchmal ganz schön fröhlich zugeht.In spätbyzantinischer Zeit begann die Verlandung des Hafenbeckens, an der Küste entstanden große Wanderdünen, die bis heute nicht zur Ruhe gekommen sind und sich immer mehr landeinwärts schieben. So bietet das Theater von Patara heute ein ganz einzigartiges Schauspiel. Die Orchestra ist mit feinem Flugsand gefüllt, von den Zuschauerrängen blickt man auf bewachsene Dünen zwischen antiken Ruinen. Seit 1988 erforscht die Universität Ankara das Ruinengelände.Insgesamt gehört das Gebiet um Patara noch zu den einsamen Ruinenstätten obwohl sich hier Jahr für Jahr mehr Touristen einfinden ? nichts spricht sich schneller herum als ein Geheimtipp. Vom benachbarten Kalkan gibt es täglich Bootsausflüge zum Strand, wo bereits einfache Lokantas entstanden sind, Segeltörns führen nach Patara, und im Dorf Gelemis wohnen Rucksacktouristen. Es bleibt zu hoffen, dass Naturschützer und Archäologen verhindern, dass Patara das Schicksal von Side teilt.Das Ruinengebiet von Patara ist mit einer Ausdehnung von 1,5×0,5 km ausgesprochen weitläufig, im Frühjahr streckenweise sumpfig und schlecht begehbar. An windigen Tagen wird der feine Sand aufgewirbelt und erschwert die Bewältigung der weiten Wege. Für Freunde des Altertums eine lohnenswerte Besichtigung.

Links Patara
  • Patara und der schönste Strand der Türkei – Heilmittel gegen Massentourismus – viel Natur, Ruinen, Ruhe….
  • Patara Urlaub, wie er Spaß macht …

 

Kas

Wie Kalkan wurde auch Kas zuerst von Rucksacktouristen entdeckt, heute ist es das Touristenzentrum an der lykischen Küste. Dass das malerische Hafenstädtchen dabei um das drei bis vierfache gewachsen ist, gehört zu den Schattenseiten dieser Entwicklung. Verbaut wurde der Blick auf die lykischen Felsgräber am Ortsrand, Ferienhauskolonien wie auf der Bodrum Halbinsel fressen sich jedes Jahr weiter in die Macchia Hänge im Osten und über die lange Cukurbaü Halbinsel im Westen.Kas besaß bis 1923 eine griechische Bevölkerungsmehrheit, die vorgelagerte Insel Megiste, auf der die Johanniter eine Burg besaßen, gehört noch heute zu Griechenland.Heute boomt der einst so verträumte Ort, der Hafen ist ein beliebter, wenn auch nicht sehr geräumiger Treffpunkt der Yachten.Im kleinen Ort kann man sich nicht verlaufen, und da man viele deutschsprechende Türken trifft, ist der Rundgang kurzweilig und vergnüglich. Viele Türken aus Kas waren als Gastarbeiter in Deutschland und leben nun, nach der Rückkehr in ihre Heimat, vom Tourismus.Der zentrale Platz am Yachthafen wurde ab 1980 durch Grünanlagen und Palmen verschönt, von den Cafes und Restaurants hat man einen prächtigen Blick auf das Hafenrund mit Mole, Leuchtturm und Bucht. Wahrscheinlich hatte der weiße Leuchtturm auf der Mole einen antiken Vorgänger, denn der Damm liegt auf einem Riff, das schon den alten Hafen schützte. Der auf der Mole stehende Sarkophag ist die  bekannteste Sehenswürdigkeit welche auf vielen Postkarten abgebildete ist, wurde aber erst beim Hafenausbau hierher gebracht.Vom Hafenplatz geht man durch die leicht bergan führende Postane?Gasse nach Osten. Hier haben sich alte griechische Häuser mit schönen, z. T. überdachten Holzbalkons erhalten, deren ursprünglicher Charakter allerdings durch den Einbau von aufdringlich wirkenden Souvenirläden im Erdgeschoß verfälscht ist.Für Antiken? und Landschaftsfans lohnt sich der Weg vom Hafenplatz auf der Hauptstraße nach Westen. Links von der Straße findet sich die wenig eindrucksvolle Ruine eines kleinen Tempels, von dem nur fünf Quaderlagen erhalten sind. Weitergehend kommt man zum hellenistischen Theater, das ungefähr 500m vom Hafenplatz direkt nördlich der Straße liegt. Olivenbäume beschirmen den Zugang. Das Theater ist nach griechischer Art an den Hang gebaut und bildet mit seinen 26 Sitzreihen mehr als einen Halbkreis; ein Bühnengebäude fehlt. Von den oberen Reihen der nach Süden orientierten Sitzplätze hat man über die Ölbäume hinweg einen herrlichen Blick auf die felsige Halbinsel Bucak, die vorgelagerten Inseln und das Meer.Insgesamt besteht der Charme von Kas in der bezaubernden Lage am Fuß der Felsküste: Von einer buchtenreichen Halbinsel und Inseln geschützt, mit weißem Leuchtturm, schaukelnden Segel und Motoryachten und sehr hübschen Grünanlagen ist der Ort genau so, wie man sich einen kleinen Hafen am Mittelmeer erträumt.

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