Astypalaia -Skala

Astypalea / Astipalea die Schmetterlingsinsel

Aypalea ist eine Figur der griechischen Mythologie und gilt als Schwester der Europa. Nach ihr ist die Insel in der östlichen Ägäis benannt. Wie ein Schmetterling scheint die symmetrisch geformte Insel Astypalea (auch Astipalea genannt) durch das Ägäische Meer zu gleiten.

Die „Flügel“ der Insel werden durch eine nur 150m breite Landbrücke verbunden. Astypalea und ihre unbewohnten kleinen Nachbarn liegen relativ isoliert zwischen den Kykladen und Dodekanes. Steile Felsküsten unterbrochen durch einsame Buchten abseits vom Massentourismus. Die Insel ist ca. 95 km2 groß und gehört zur Verwaltung Kalymnos.

Die Küsten sind schroff und abweisend, doch die karge, nahezu baum- und strauchlose Insel hat ihre Reize. Umrundet man die Insel mit dem Boot bieten sich nur wenige Stellen zum ankern. Die wenigen Bewohner (etwa 1300) finden ihr Auskommen durch die Landwirtschaft, den Fischfang und ein wenig Tourismus. Die Verbindungen zum Festland und den anderen Inseln sind beschränkt. Der Hafen Skala wird von der Fähre aus Athen und Kalymnos angelaufen. Der kleine Inselflughafen kann für Flüge nach Athen genutzt werden. Selbst in der Hochsaison verirren sich keine Urlauberarmeen auf die Insel.

Die Insel und vor allem der durch seine Lage malerische Hauptort mit hübschen Häusern im Kykladenstil und vielen Kapellen ist von großem Charme, weshalb sich die Fahrt nach Astypalea lohnt. Verwirrende Altstadtgassen, fotogene Windmühlen am Bergkamm und ein abenteuerliches Kastell, das über der Bucht thront lockt zusätzlich mit seinen Reizen. Wer sich nur an feinen Sandstränden wohl fühlt, ist auf Astypalea fehl am Platz.

Hafen Skala

Seglerinfo: N36°32’53.58″ E26°21’13.50″

Astypalea war, da es einige sichere Ankerplätze besitzt, bereits mehrfach Station auf meinen Segeltörns. Inzwischen ist auch der Hafen Skala (seit 2008) weitestgehend fertiggestellt, dies dürfte den Hafen, für die Segler, auf dem Weg zwischen den Kykladen und den Dodekanes unterwegs sind, deutlich aufwerten.

Bei Tag ist die Ortschaft oberhalb des Kastells gut und weit sichtbar und die Ansteuerung unproblematisch. Die Versorgung ist ausreichend, Läden und Tavernen gibt es im Hafen oder in der Chora. Wasser und Strom gibt’s am Kai, Diesel kommt im Tankwagen.

Falls der Kai der Yachtis belegt ist kann auch am Fähranleger fest gemacht werden. Es gibt zwar nur wenige Fähren, man sollte sich aber sicherheitshalber informieren wann die nächste Fähre einläuft!

Chora -Astypalea Ort

Die Architektur ist kykladisch geprägt. Die weißen Häuser ziehen sich den verkarsteten Felshang hinauf. Markanteste Erscheinungsbild sind die trutzigen Mauern des alten Kastell aus venezianischer Vergangenheit und sieben Windmühlen auf dem Bergkamm.

An der Platia bei den Windmühlen locken zwei urige Tavernen. Oberhalb zieht sich ein Gewirr kleinster Gassen den Berg hinauf. In der Chora, wo die Einwohner vergangener Tage vor den Angriffen der Piraten Zuflucht suchten, präsentiert sich Astypalea wie im Bilderbuch weiß gekalkte, kubische Bauten, bunt bemalte Türen und Fensterrahmen, pittoreske Balkone, gewundene Treppen und satt leuchtende Blumen.

Fotostrecke Astypalea Skala, Chora


Venezianische Festung

Über der Chora thront die venezianische Festung aus dem 13, Jh. Der Eingang zum Kastro an der Nordflanke des Kastells ist in dem Gassengewimmel ringsum nicht leicht zu finden. Anders als die meisten Burgen auf dem übrigen Dodekanes wurde sie nicht von den Johanniterritter erbaut, sondern unter venezianischen Herren. Die Johanniter haben nie über Astypalea geherrscht. Durch einen tunnelartigen Durchgang gelangt man in den Innenteil der Anlage. Hier befinden sich zwei verschlossene Kirchen und einige zerfallene Häuser. Ansonsten stehen ähnlich einer Filmkulisse nur die Außenmauern. Die Festung ist nur noch Gerippe.

Fotostrecke Kastro


Porto Vathy -einsame Bucht im Nord-Osten von Astypalea

Seglerinfo: N36°37’9.16″ E26°24’14.20″

Diese Bucht liegt wie ein kleiner See von Land umschlossen versteckt an der Küste. Erst kurz vor der Einfahrt erkennt man die Bucht. Sie bietet absoluten Schutz bei allen Winden und Seegang, ein reizvoller Ankerplatz. Im Ostteil ist es einsam, im westlichen Teil stehen einige Häuser. Ankern ist an beliebiger Stelle möglich, da es nirgendwo tiefer als zehn Meter ist.

Im Westteil gibt es einen kleinen Pier mit rund 2 m Wassertiefe und Platz für 3 bis 4 Yachten. Die kleine einfache Taverne ist zwar bescheiden in ihrer Einrichtung, die Gastfreundschaft und Versorgung aber bestens. Selbst ein Fernseher mit einem Programm steht zur Verfügung, unserem Wunsch ein Fußballspiel zu schauen wollte man gerne nachkommen, das einzige Programm war leider nicht geeignet! Dafür gibt es die absolute Stille.

Fotostrecke Ormos Vathy


Ormos Panormou

Seglerinfo: N36°35’27.10″ E26°16’52.27″

Astypalaia -Ormos Panormou
Astypalea -Ormos Panormou

Diese Bucht im äußersten Nordwesten der Insel eignet sich nur bei ruhiger Wetterlage zu einem Badeaufenthalt. Bei der Ansteuerung muss man auf die flache, fast überspülte Felsklippe Ns. Panormos achten. Die Wassertiefen sind in der Einfahrt sehr groß und nehmen zu den Ufern hin gleichmäßig ab. Der westliche Seitenarm gibt etwas Schutz vor Seegang, Dünung steht gleichwohl hinein. Ankergrund ist Sand und Steine, teilweise mit Seegras bewachsen. Außer einer Kapelle gibt es keine Bebauung.

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